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Der Handelstag
Der Handelstag - Daily Market View um 16 Uhr

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
29.08.2025

Terminmarkt

  • Am Ende der Handelswoche verzeichnete der Strommarkt eine leichte technische Korrektur. Unterstützt durch festere CO₂-Notierungen zog der Phelix-DE Cal-26-Leitkontrakt leicht an und notierte zuletzt etwas über 84 EUR/MWh. Am Vormittag stand der Kontrakt zeitweise unter Druck und rutschte bis auf 83,30 EUR/MWh, konnte sich jedoch im weiteren Verlauf stabilisieren. Insgesamt deutet die Bewegung auf eine schwache, aber positive Tendenz hin, ohne dass von fundamentalen neuen Impulsen gesprochen werden kann.

     

Brennstoffe und CO2

  • Jahrespreis für das kommende Lieferjahr Erdgas dümpelt bei einem Wert knapp über 31 EUR/MWh heute dahin. Der europäische Gasmarkt zeigt sich ruhig, trotz knapperem Angebot. Ursache sind umfangreiche Wartungen in Norwegen, die die Gasflüsse auf ein Jahrestief drücken, sowie schwache LNG-Importe nach Europa. In Asien steigt die Nachfrage langsam, dass könnte für Dynamik sorgen. Trotz dieser Entwicklungen bleiben die Händler bislang gelassen – es könnte jedoch die Ruhe vor dem Sturm sein.

     
  • Der CO₂-Preis zeigt seit dem Vormittag eine klare Aufwärtsbewegung und hat die Marke von 72,70 EUR/t überschritten. Damit bestätigt sich die jüngste Stabilisierung oberhalb von 72 EUR. Händler verweisen darauf, dass EUA-Preise zunehmend als Impulsgeber für den Strommarkt fungieren. Kurzfristig bleibt die Handelsspanne zwischen 70 und 73 EUR/t zwar intakt, doch ein Ausbruch nach oben wäre ein Signal, dass Fonds und Versorger stärker in den Markt zurückkehren. Vor allem im Vorfeld der Compliance-Frist Ende September könnte CO₂ so erneut die Richtung für Energiepreise vorgeben.

     

Spotmarkt und Allgemeines

  • Die Spotpreise für Deutschland und Österreich geben am Samstag nach. Für Deutschland wurde im Day-Ahead-Auktionsverfahren ein Baseload-Preis von 70,00 EUR/MWh festgestellt, für Österreich 72,06 EUR/MWh. Damit setzt sich der jüngste Trend fort, getrieben von höherer Einspeisung aus Windkraft. Für Sonntag deuten die Prognosen auf ein weiteres Nachgeben der Preise hin – bei voraussichtlich rund 60 EUR/MWh. Die Erneuerbaren stützen dabei die Angebotsseite: Die Windleistung soll in den kommenden Tagen merklich steigen und liegt über dem saisonalen Durchschnitt.