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Der Handelstag
Der Handelstag - Gas vs. Spot

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
29.04.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute im Verlauf der Handelswoche leicht schwächer und insgesamt sehr ruhig. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE bewegte sich in einer engen Spanne und baute das zuvor erreichte höhere Preisniveau schrittweise ab. Die Aktivität blieb insgesamt überschaubar, was auch auf das bevorstehende lange Wochenende rund um den 1. Mai zurückzuführen ist. Im Tagesverlauf pendelte der Kontrakt zwischen 91,00 und 92,00 EUR/MWh, womit er sich leicht oberhalb des Eröffnungsniveaus behaupten konnte. Impulse vom Spotmarkt wirkten tendenziell preisdämpfend, während der anhaltende geopolitische Konflikt sowie ein unterstützender Gasmarkt das Abwärtspotenzial begrenzen. Insgesamt zeigt sich der Markt stabil mit leicht nachgebender Tendenz, ohne klare neue Richtung.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigte sich ein fester Trend. Die anhaltende Unsicherheit über geopolitische Entwicklungen sorgt dafür, dass sich eine Risikoprämie im Markt hält. Das Frontmonat Mai setzte seine Aufwärtsbewegung fort und notierte heute bei rund 45,30 EUR/MWh nahezu durchgehend im Plus. Auch das Lieferjahr 2027 zeigte eine stabile Aufwärtsbewegung und stieg von 36,20 EUR/MWh auf 37,70 EUR/MWh. Insgesamt bleibt Gas fest mit weiterem Aufwärtspotenzial, je länger Unsicherheiten bestehen bleiben.
Der CO₂-Markt zeigte sich hingegen schwächer und von geringer Aktivität geprägt. Die Preise gaben im Tagesverlauf nach und bewegten sich von 75,09 EUR/t auf ein Tagestief von 74,10 EUR/t. Marktteilnehmer warten auf neue wirtschaftliche Impulse sowie aktuelle Börsendaten, die heute veröffentlicht werden. Kurzfristig dominiert eine Seitwärtsbewegung auf leicht reduziertem Niveau, wobei erst mit positiven Konjunktursignalen wieder verstärkt Long-Positionen aufgebaut werden dürften.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigt sich bereits ein deutlicher Vorgeschmack auf die Situation rund um den 1. Mai. Eine hohe Einspeisung erneuerbarer Energien, insbesondere aus Photovoltaik, führt in vielen europäischen Ländern zu starkem Preisdruck und teilweise negativen Preisen. Für den morgigen Liefertag ergibt sich ein sehr volatiles Bild mit ausgeprägten Preisschwankungen.
In Deutschland reicht die Spanne von einem Maximum von 188,47 EUR/MWh bis zu einem Minimum von -37,45 EUR/MWh, bei einem Basepreis von 72,06 EUR/MWh. Auch in Österreich zeigt sich ein ähnliches Bild, wenn auch etwas weniger ausgeprägt. Hier liegt das Maximum bei 174,16 EUR/MWh und das Minimum bei -21,63 EUR/MWh, bei einem Basepreis von 78,63 EUR/MWh.