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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute zunächst schwächer, konnte sich im weiteren Verlauf jedoch stabilisieren. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE startete auf hohem Niveau bei 92,75 EUR/MWh und gab im Vormittag spürbar nach. Im Tief wurde die Marke von 91,10 EUR/MWh getestet, bevor eine Gegenbewegung einsetzte und sich der Preis wieder in Richtung 92 EUR/MWh erholte. Aktuell notiert der Kontrakt bei 91,90 EUR/MWh und damit leicht unter dem Vortagesniveau.
Die Handelsaktivität blieb insgesamt gering, die Bewegung wirkte eher technisch geprägt innerhalb einer etablierten Bandbreite. Dämpfend wirkten insbesondere die negativen Stunden im Spotmarkt, die kurzfristig preisdrückende Signale senden. Gleichzeitig begrenzen geopolitische Risiken weiterhin das Abwärtspotenzial, sodass sich der Markt in einer engen Spanne stabilisiert.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigte sich zu Wochenbeginn zunächst Aufwärtsdynamik, die jedoch nicht gehalten werden konnte. Das Frontmonat zog am Morgen bis auf rund 45,80 EUR/MWh an, gab im weiteren Vormittagsverlauf jedoch deutlich nach und fiel zurück auf etwa 44 EUR/MWh. Insgesamt bleibt die Marktreaktion verhalten, da aktuell keine physische Knappheit eingepreist wird. Der Markt agiert abwartend und sendet kurzfristig keine klaren Knappheitssignale. Im Jahresprodukt 2027 zeigte sich Gas stabil mit leichter Aufwärtstendenz und notiert aktuell um 37 EUR/MWh, nachdem im Tagesverlauf ein Hoch bei 38,00 EUR/MWh erreicht wurde.
Der CO₂-Markt entwickelte sich gegenläufig zum Gasmarkt. Nach einem schwächeren Start bei 75,03 EUR/t setzte im Vormittag eine Erholung ein, die den Preis bis auf 75,40 EUR/t führte. Anschließend kam es zu einer leichten Korrektur zurück in Richtung 75 EUR/t. Insgesamt bleibt die Volatilität erhöht, bewegt sich jedoch weiterhin in einer bekannten Bandbreite ohne neue Impulse.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigt sich für morgen ein deutlich schwächeres Bild mit starkem Einfluss erneuerbarer Einspeisung. In Deutschland kommt es erneut zu mehreren negativen Stunden, mit einem Minimum von -35,47 EUR/MWh. Haupttreiber ist die hohe Einspeisung aus Photovoltaik sowie zusätzlich zunehmender Wind in den Abendstunden. In Österreich bleibt der Markt dagegen durchgehend positiv, zeigt jedoch ebenfalls Druck durch hohe erneuerbare Erzeugung.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 70,65 EUR/MWh
• Österreich: 94,21 EUR/MWh