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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute äußerst ruhig und nahezu richtungslos. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE bewegte sich in einer engen Seitwärtsrange und handelt stabil auf einem Niveau oberhalb von 92 EUR/MWh. Nach einem unveränderten Start bei 92,24 EUR/MWh pendelte der Markt im Tagesverlauf zwischen 91,82 und 92,80 EUR/MWh, ohne nennenswerte Impulse. Insgesamt fehlt es aktuell an neuen fundamentalen Treibern, sodass sich eine abwartende Haltung durchsetzt.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigte sich ebenfalls ein sehr ruhiges Bild. Das Lieferjahr 2027 bewegte sich in einer engen Spanne und handelt weitgehend seitwärts. Nach einem Start bei 37,28 EUR/MWh fiel der Preis zwischenzeitlich auf 36,35 EUR/MWh zurück, konnte sich jedoch stabilisieren. Zuletzt lag der Preis bei 36,75 EUR/MWh. Impulse bleiben rar, wobei insbesondere die Diskussion um die zukünftige Speicherbefüllung zunehmend in den Fokus rückt. Insgesamt bleibt Gas stabil mit leicht unterstützender Tendenz.
Der CO₂-Markt startete schwächer in den Handelstag, konnte im weiteren Verlauf jedoch zulegen. Nach einem Tagestief bei 74,40 EUR/t stieg der Preis auf bis zu 75,68 EUR/t an und etablierte sich anschließend auf diesem Niveau.um 75 EUR/t. Damit zeigt sich der Markt insgesamt stabil bis leicht fester, gestützt durch kurzfristige Marktimpulse und eine solide Nachfrage.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt dreht das Bild deutlich ins Negative. Für morgen und auch die Folgetage werden massiv negative Stunden erwartet. Haupttreiber ist eine sehr hohe Einspeisung aus Wind und Photovoltaik, die zu einem deutlichen Überangebot führt. Gleichzeitig sorgen stark böige Windverhältnisse für zusätzliche Volatilität.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 16,13 EUR/MWh
• Österreich: 23,53 EUR/MWh
In beiden Preiszonen treten zahlreiche negative Stunden auf. In Deutschland wurden Preise bis zu -201,70 EUR/MWh erreicht, in Österreich bis zu -187,80 EUR/MWh. Insgesamt bleibt der kurzfristige Strommarkt stark unter Druck. Für die kommende Woche wird bei anhaltend hoher Windeinspeisung ein moderates Preisniveau erwartet, mit rund 82 EUR/MWh in Deutschland und etwa 86 EUR/MWh in Österreich.