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Der Handelstag
Der Handelstag - Wochenschluss richtungslos

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
13.03.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute zum Ende der turbulenten Handelswoche weitgehend richtungslos. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE startete zunächst mit Gewinnen, verlor die Dynamik jedoch rasch wieder und drehte im weiteren Handelsverlauf nach unten. In der Folge bewegte sich der Markt in Richtung der Marke von 90 EUR/MWh. Am Nachmittag stabilisierte sich der Kontrakt und der Leitkontrakt hüpfte knapp über 91 EUR/MWh. Die Kontrakte für April und Mai notieren leicht im Minus. Der Markt wirkt abwartend und scheint vor dem Wochenende auf neue fundamentale oder politische Impulse zu warten.

Brennstoffe und CO₂
 

Am Gasmarkt blieb das Marktumfeld heute leicht schwächer. Das kommende Lieferjahr notiert aktuell knapp oberhalb von 36 EUR/MWh und tendierte im Tagesverlauf weiter nach unten. Parallel dazu zeigt sich auch der Ölmarkt nach den extremen Ausschlägen der vergangenen Tage etwas ruhiger. Brent handelt aktuell im Bereich um rund 98–100 USD/Barrel, nachdem der Preis in der Nacht zeitweise über 100 USD/Barrel gestiegen war. Damit bleibt auch am Ölmarkt eine deutliche geopolitische Risikoprämie bestehen. Neue fundamentale Impulse fehlen derzeit weitgehend – die weitere Entwicklung hängt stark von der Dynamik rund um den Iran-USA-Konflikt ab. 

Der CO₂-Markt stand zunächst deutlich unter Druck. Hintergrund ist politische Unsicherheit: Die italienische Regierung hatte gestern eine vorübergehende Aussetzung des Emissionshandels für fossil befeuerte Kraftwerke gefordert. Diese Meldung löste am Donnerstag einen abrupten Preisrückgang aus, bei dem der EUA-Preis von 72,09 auf 68,85 EUR/t fiel. Heute startete der Markt zunächst erneut schwach, konnte die Verluste jedoch im Verlauf aufholen. Am Nachmittag ging es wieder über 69 EUR/t. Auch hier ist aber das Abwärtspotenzial aktuell begrenzt.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigt sich ein gemischtes Bild. Während in Deutschland die Windeinspeisung vergleichsweise niedrig bleibt, sorgt in Österreich eine höhere Produktion aus Erneuerbaren für zusätzliche Angebotsmengen. Die Wasserkraftleistung nimmt aktuell weiter zu. Für die kommende Woche erwarten die Prognosen eine ähnliche Situation: In Deutschland dürfte der durchschnittliche Spotpreis bei rund 95 EUR/MWh liegen, während Österreich aufgrund der strukturellen Unterschiede weiterhin höher notiert und durchschnittlich etwa 108 EUR/MWh erreichen könnte.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:


• Deutschland: 120,73 EUR/MWh
• Österreich: 93,16 EUR/MWh