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Der Handelstag
Der Handelstag - Abwarten – CO₂-belastet

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
12.03.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigt sich heute insgesamt ruhig und von einer abwartenden Haltung geprägt. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE bewegt sich weitgehend seitwärts und handelt um ein Niveau von rund 93,40 EUR/MWh. Technisch bewegt sich der Markt aktuell innerhalb eines engen Trendkanals zwischen etwa 93 und 93,79 EUR/MWh. Die Handelsaktivität bleibt gering, viele Marktteilnehmer scheinen vorerst abzuwarten.

Ein klares Abwärtsrisiko ist derzeit nicht erkennbar, während weiteres Aufwärtspotenzial stark von der geopolitischen Entwicklung sowie von Impulsen aus den Brennstoffmärkten abhängt. Am Nachmittag kam es jedoch zu einer leichten Korrektur, nachdem die CO₂-Preise deutlich nachgaben und damit kurzfristig Druck auf den Stromterminmarkt ausübten.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt fiel der heutige Anstieg moderater aus als am Ölmarkt, dennoch bleibt Öl ein wichtiger Treiber für Gas, solange der geopolitische Konflikt anhält. Der Markt eröffnete nach einer angespannten Nacht deutlich fester und sprang kurzfristig auf rund 37 EUR/MWh. Im weiteren Handelsverlauf stabilisierte sich der Preis und bewegte sich überwiegend in einer Seitwärtsrange zwischen etwa 36,70 und 37,20 EUR/MWh.

Strukturell bleibt der Gasmarkt gut unterstützt. Die Diskussion um die kommende Speicherbefüllung sowie mögliche politische Eingriffe – etwa ein Gaspreisdeckel – dürfte in den kommenden Monaten stärker in den Fokus rücken. Gleichzeitig zeigt sich am kurzen Ende der Kurve weiterhin eine deutliche Risikoprämie: Der Liefermonat April wird aktuell zwischen etwa 51 und 52 EUR/MWh gehandelt, während der Mai-Kontrakt weiterhin oberhalb von 50 EUR/MWh notiert.

Am CO₂-Markt kam es am Nachmittag zu einer deutlich erhöhten Volatilität. Die EUA-Preise fielen sprunghaft unter die Marke von 70 EUR/t – ein Niveau, das zuletzt vor rund vier Wochen erreicht wurde. Der Rückgang deutet auf kurzfristige Gewinnmitnahmen und eine Anpassung der Positionierung hin und belastete in der Folge auch den Stromterminmarkt.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt steht weiterhin das Wetter im Mittelpunkt. Für morgen wird eine starke Einspeisung aus erneuerbaren Energien erwartet. Insbesondere die PV-Produktion steigt an, während die Windeinspeisung auf einem hohen Niveau bleibt. Diese Konstellation führt in Deutschland während der PV-Spitzenstunden zu negativen Preisen. 

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

  • Deutschland: 48,44 EUR/MWh

  • Österreich: 93,16 EUR/MWh