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Der Handelstag
Der Handelstag - Intraday Spitze am Termin

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
11.03.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt startete heute deutlich fester in den Handelstag. Auslöser waren nächtliche Meldungen über eine mögliche Sperre sowie Verminung der Straße von Hormus, die unmittelbar zu einem deutlichen Risikoaufschlag an den Energiemärkten führten. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE eröffnete entsprechend stark und legte im Vormittagshandel bis auf rund 95,50 EUR/MWh zu. Im weiteren Handelsverlauf setzte jedoch eine Gegenbewegung ein, sodass der Kontrakt wieder in Richtung des Eröffnungsniveaus um etwa 92 EUR/MWh zurückfiel, am späten Nachmittag handelte der Kontrakt bei 91,70 EUR/MWh. Die Marktteilnehmer bleiben derzeit vorsichtig, da die geopolitische Lage weiterhin unklar ist. Insgesamt bleibt der Terminmarkt stark nachrichtengetrieben und entsprechend volatil.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigte sich heute eine klare Aufwärtsreaktion. Der Konflikt rund um den Iran sorgt grundsätzlich für erhebliches Aufwärtspotenzial, da eine weitere Eskalation das Risiko von Angebotsstörungen deutlich erhöhen würde. Am Morgen kam es zunächst zu kräftiger Nachfrage, wodurch sich der Preis für das kommende Lieferjahr von rund 34,20 EUR/MWh auf bis zu 36,96 EUR/MWh erhöhte. Ab dem Mittag ließ die Dynamik jedoch nach und der Markt ging in eine Seitwärtsbewegung über - Trendkanal handelt zwischen 35,50-36 EUR/MWh. Insgesamt bleibt der Gasmarkt stark von der weiteren Entwicklungen im Iran ab.

Der CO₂-Markt startete im Gefolge der festen Gaspreise ebenfalls stärker in den Handelstag. Im weiteren Verlauf setzte jedoch eine Korrektur ein. Die EUA-Preise gaben von rund 73,50 EUR/t auf etwa 71,70 bis 71,80 EUR/t nach. Damit zeigt sich der CO₂-Markt aktuell etwas schwächer, bleibt jedoch weiterhin eng an die Entwicklungen der Brennstoffmärkte gekoppelt.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt stehen die Preise heute unter Druck. Hintergrund ist eine sehr hohe Einspeisung aus erneuerbaren Energien. Während die Windeinspeisung auf einem hohen Niveau bleibt, verdoppelt sich die Photovoltaikproduktion im Tagesverlauf nahezu. Diese starke Einspeisung drückt das Preisniveau deutlich und führt zeitweise sogar zu leicht negativen Preisen in einzelnen Stunden.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 69,05 EUR/MWh (zeitweise leicht im negativen Bereich)
• Österreich: 106,19 EUR/MWh