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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute schwächer und folgte damit den rückläufigen Vorgaben der Rohstoffmärkte. Hintergrund sind neue politische Signale aus den USA, die darauf hindeuten, dass der Konflikt mit Iran möglicherweise früher beendet werden könnte. Diese Einschätzung wird inzwischen auch von den Finanzmärkten teilweise eingepreist, was insbesondere bei Öl zu deutlichen Preisrückgängen führte und auch Gas sowie Strom belastete. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE bewegte sich heute überwiegend seitwärts rund um 93 EUR/MWh, aktuell bei 92,85 EUR/MWh. Insbesondere die kurzfristigen Produkte sind unter Druck. Besonders auffällig war der Monatskontrakt April, der im Tagesverlauf gegenüber dem Eröffnungspreis über 6 EUR/MWh nachgab. Die Stromprodukte handelten zuletzt im Bereich von etwa 90,40 EUR/MWh für April beziehungsweise rund 83,40 EUR/MWh für Mai. Trotz der aktuellen Korrektur bleibt das Abwärtspotenzial begrenzt und die Volatilität erhalten.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt setzte heute eine Korrektur auf weiterhin hohem Niveau ein. Die Preise liegen aktuell rund 3,40 EUR/MWh unter dem heutigen Eröffnungspreis, das Frontjahr 2027 handelt seitwärts im Trendkanal von 35,00-35,50 EUR/MWh. Insgesamt zeigt sich der Markt derzeit abwartend, da viele Marktteilnehmer auf neue geopolitische Signale sowie weitere Entwicklungen im Nahen Osten warten.
Der CO₂-Markt lieferte heute nur begrenzte Impulse. Die EUA-Preise starteten bei etwa 71,23 EUR/t und stiegen zunächst bis auf rund 73,14 EUR/t an. Im weiteren Tagesverlauf setzte eine Konsolidierung ein, sodass sich der Markt am Nachmittag in einer Seitwärtsbewegung um etwa 72,50 EUR/t stabilisierte. Marktteilnehmer richten den Blick nun verstärkt auf kommende Marktdaten, die Hinweise auf die Positionierung spekulativer Investoren liefern könnten.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt stehen die Preise heute deutlich unter Druck. Hintergrund sind stark steigende Windprognosen für den morgigen Liefertag. In Deutschland dürfte die Windeinspeisung um nahezu 20 GW zulegen und damit einen erheblichen Anteil der Stromproduktion übernehmen.
Die Photovoltaikproduktion fällt zwar etwas geringer aus, wird jedoch durch den deutlichen Anstieg der Windleistung weitgehend kompensiert. Insgesamt führt diese Entwicklung zu einer klaren Entlastung auf der Angebotsseite, sodass die Preise erstmals seit längerer Zeit wieder ein eher frühlingshaftes Niveau erreichen.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 79,25 EUR/MWh
• Österreich: 93,64 EUR/MWh