Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute schwächer. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE startete mit Abschlägen und fiel im Tagesverlauf unter die wichtige Marke von 80 EUR/MWh. Am Nachmittag erholte sich der Kontrakt und handelte rund um die 80 EUR/MWh Marke. Strom folgte dabei klar den Vorgaben von Erdgas und CO2. Technisch wirkt der Bruch der 80-EUR/MWh-Marke belastend und unterstreicht die aktuell vorsichtige Marktstimmung. Insgesamt bleibt der Terminmarkt kurzfristig anfällig, solange keine stabilisierenden Signale von der Brennstoffseite kommen.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt bewegte sich das Lieferjahr 2027 heute zunächst seitwärts, ehe sich im Tagesverlauf ein klarer Abwärtstrend durchsetzte. Fundamentale Faktoren liefern derzeit gemischte Signale: Mildes Wetter und eine gute LNG-Verfügbarkeit wirken preisdämpfend, während sinkende Speicherstände sowie geopolitische Risiken im Zusammenhang mit Iran und den USA stützend wirken. Heute überwogen jedoch die Abwärts-Faktoren, sodass der Preis für das Lieferjahr 2027 weiter nachgab - am Nachmittag lag der Preis bei rund 27,10-27,30 EUR/MWh. Insgesamt bleibt die fundamentale Lage mit einem großen Fragezeichen versehen.
Der CO₂-Markt verbleibt weiterhin in seinem etablierten langfristigen Trendkanal zwischen 69,18 und 73,78 EUR/t. Der heutige Handelstag war von Volatilität geprägt: Nach einem schwachen Start und Kursverlust auf 70,33 EUR/t sorgte eine anziehende Nachfrage zwischenzeitlich für einen Anstieg über die 71-Euro-Marke, bevor die Preise zuletzt wieder knapp darunter zurückfielen. Da sich die fundamentale Ausgangslage im Vergleich zu den Vortagen kaum verändert hat, ist davon auszugehen, dass spekulative Investoren vorerst abwarten und an der Seitenlinie bleiben.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt wirken die Fundamentaldaten für morgen klar preisdämpfend. Die Windeinspeisung liegt leicht über dem heutigen Niveau, während die PV-Erzeugung kräftig anzieht. Zusätzlich liegen die Temperaturen in West- und Mitteleuropa deutlich über dem Durchschnitt – rund 3 bis 5 Grad über der Norm – was die Nachfrage dämpft. Insgesamt sorgt diese Konstellation für Druck auf die Day-Ahead-Preise.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 93,66 EUR/MWh
• Österreich: 100,99 EUR/MWh