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Der Handelstag
Der Handelstag - Schwaches Opening

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
23.02.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute zum Wochenstart verhalten und eröffnete deutlich unter dem Freitagsschlusskurs. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE 2027 startete mit Abschlägen und bewegte sich im weiteren Handelsverlauf in einer abwartenden Seitwärtsbewegung. Impulse kamen in erster Linie vom Gasmarkt, während der CO₂-Markt das Aufwärtspotenzial begrenzte. Technische Indikatoren deuten auf eine weiterhin zurückhaltende Marktstimmung hin. Am Nachmittag notierte der Cal 27 bei rund 80 EUR/MWh. Insgesamt bleibt der Markt kurzfristig orientierungslos, wobei Erdgas der maßgebliche Taktgeber bleibt.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt eröffnete das Frontjahr 2027 unter dem Schlusskurs vom Freitag und rutschte zu Beginn bis auf 26,65 EUR/MWh ab. Im weiteren Verlauf setzte jedoch eine Erholung ein. Marktteilnehmer behalten geopolitische Risiken im Blick – insbesondere mögliche Entwicklungen rund um den Iran, die kurzfristig zu Preisspitzen führen könnten. Auch die Diskussion um die bevorstehende Gasspeicherbefüllung ist weiterhin präsent. Die Wettermodelle liefern derzeit kein einheitliches Bild, was zusätzliche Unsicherheit schafft. Das Frontjahr 2027 notiert aktuell bei rund 27,30 EUR/MWh und damit leicht über dem Eröffnungskurs.

Der CO₂-Markt startete schwach in die neue Woche. Zwar lagen die EUA-Preise weiterhin oberhalb von 70 EUR/t, die Aufwärtsbewegung der vergangenen Woche setzte sich jedoch nicht fort. Im Tagesverlauf gaben die Notierungen nahezu durchgehend nach und tendierten in Richtung 71,30 EUR/t – rund 2 EUR/t unter dem Eröffnungsniveau. Die Dynamik bleibt moderat, allerdings könnte eine erneute Festigung am Gasmarkt auch bei CO₂ rasch wieder für Aufwärtsimpulse sorgen.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt lag der heutige Durchschnittspreis aufgrund deutlich erhöhter Windeinspeisung spürbar niedriger. In Deutschland betrug der Day-Ahead-Preis im Schnitt 68,06 EUR/MWh, in Österreich 83,15 EUR/MWh. Für morgen zeichnet sich jedoch ein deutlicher Preisanstieg ab. Hintergrund ist eine extrem niedrige Windeinspeisung bei gleichzeitig weiterhin unterdurchschnittlicher PV-Erzeugung. Die Residuallast steigt entsprechend an und sorgt für klaren Aufwärtsdruck.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 114,79 EUR/MWh
• Österreich: 111,10 EUR/MWh