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Der Handelstag
Der Handelstag - Cal 27 testet 82 EUR/MWh

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
19.02.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute deutlich fester. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE zog im Zuge der kräftigen Gasrallye spürbar an und stieg bis auf 82,36 EUR/MWh. Das Cal 27 testete heute die 82 EUR/MWh Marke, konnte aber sich nicht nachhaltig festsetzen. Damit sendete der Markt ein klares technisches Signal. Auch CO₂ zog zwischenzeitlich mit, beide Märkte konsolidierten anschließend jedoch auf hohem Niveau. Die aktuelle Aufwärtsdynamik ist dabei weniger fundamental als vielmehr politisch getrieben. Diskussionen rund um die Gasspeicherbefüllung sowie zunehmende geopolitische Spannungen – im Kontext Iran–USA – sorgen für zusätzliche Risikoprämien. Insgesamt bleibt der Terminmarkt heute klar unterstützt, auch wenn die Bewegung fundamental nur bedingt unterlegt erscheint.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zog die gesamte Kurve heute deutlich an. Der Frontmonat März verteuerte sich spürbar – nach einem Settlement am Dienstag bei 29,82 EUR/MWh zog der Kontrakt heute über 34 EUR/MWh. Auch das Frontjahresprodukt 2027 startete bei knapp unter 27 EUR/MWh, stieg im Tagesverlauf auf 28 EUR/MWh und versuchte mehrmals die 28 EUR/MWh Marke zu überschreiten. Um diese Marke setzte sich der Preis fest. Haupttreiber sind geopolitische Risiken rund um den Iran. Die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Straße von Hormus (kurzzeitige Sperre durch den Iran) werden am Markt als potenzielles Angebotsrisiko interpretiert und entsprechend eingepreist. Auch die Nachfrage wirkt hier sicher ein.

Der CO₂-Markt zeigte sich heute vergleichsweise verhalten. Die EUA-Preise behaupteten sich oberhalb der Marke von 70 EUR/t. Eine zwischenzeitliche Aufwärtsbewegung führte kurzzeitig bis auf 72,64 EUR/t, wurde jedoch nicht gehalten. Das kurzfristige Aufwärtspotenzial erscheint aktuell begrenzt, wenngleich das Preisniveau insgesamt stabil bleibt.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt geraten die Preise heute unter Druck. Eine deutlich steigende Windeinspeisung in Deutschland wirkt preisdämpfend. Gleichzeitig profitieren in Österreich die Wasserkraftwerke von Niederschlägen auch in tieferen Lagen, was das Angebot zusätzlich erhöht. In Summe zeigt sich daher europaweit ein niedrigeres Preisniveau für den morgigen Liefertag.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

  • Deutschland: 87 EUR/MWh
  • Österreich: 100,42 EUR/MWh