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Der Handelstag
Der Handelstag - Gas steigt mit Iran Gerüchten

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
18.02.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute zunächst schwächer, konnte sich im weiteren Handelsverlauf jedoch stabilisieren. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE startete mit Abschlägen und ging anschließend in eine verhaltene Seitwärtsbewegung über. Strom folgte dabei weitgehend den Vorgaben von Erdgas und CO₂, ohne eigenständige Impulse zu setzen. Technische Indikatoren tendieren aktuell leicht nach unten, was die abwartende Marktstimmung unterstreicht. Von der Nachfrageseite kann es kurzfristig zu Unterstützung kommen. Am Nachmittag zog der Cal 27 nochmals an und notierte bei rund 77,60 EUR/MWh. Getrieben vom Gasmarkt. Insgesamt 

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt testete das Frontjahr 2027 zur Eröffnung zunächst weiteres Abwärtspotenzial, ehe eine Gegenbewegung einsetzte und der Kontrakt wieder in Richtung Eröffnungsniveau tendierte. Am Nachmittag zog der Preis an, da es Gerüchte um eine militärische Aktion gegen den Iran gibt. Auch die Diskussion um die anstehende Gasspeicher-Befüllung wirkt stabilisierend und hält das Preisniveau für 2027 tendenziell unterstützt. Der März-Kontrakt gibt dagegen weiter moderat nach, begleitet von einem milderen Wetterausblick. Insgesamt zeigt sich der kurzfristige Gasmarkt leicht unter Druck, während die längeren Laufzeiten vergleichsweise stabil bleiben.

Der CO₂-Markt gab am Morgen zunächst nach, konnte die Verluste jedoch rasch aufholen. Die EUA-Preise etablierten sich wieder oberhalb von 70 EUR/t und bewegen sich aktuell in einer Spanne zwischen rund 70 und 70,50 EUR/t beziehungsweise leicht darüber. Börsendaten deuten auf eine vorsichtige Korrektur der Positionierung zulasten steigender Preise hin, die Dynamik bleibt jedoch moderat. Politische Einflussfaktoren könnten kurzfristig zu überzeichneten Bewegungen führen.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt stehen die Preise unter Druck. Ein sich langsam über Westeuropa näherndes Sturmtief sorgt insbesondere in Norddeutschland für eine deutlich erhöhte Windeinspeisung – teils nahezu eine Verdopplung gegenüber den Vortagen. Gleichzeitig gehen die Temperaturen nochmals zurück und liegen regional deutlich unter der Norm, was den Verbrauch auf stabilem Niveau hält. Aus heutiger Sicht dürfte diese Konstellation auch in den kommenden zwei Tagen anhalten.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 92,94 EUR/MWh
• Österreich: 111,14 EUR/MWh