Terminmarkt
Der Terminmarkt präsentierte sich heute erneut deutlich fester, allerdings mit erhöhter Volatilität. Der deutsche Leitkontrakt Phelix DE Cal 27 startete sehr stark in den Handel. Ausgehend vom gestrigen Settlement bei 86,81 EUR/MWh eröffnete der Kontrakt mit einer deutlichen Aufwärtsbewegung und erreichte ein Hoch bei rund 89,20 EUR/MWh. Dieses Niveau konnte jedoch nicht gehalten werden, im weiteren Verlauf setzte eine rasche Korrektur ein, die den Preis zurück in den Bereich um 87-87,50 EUR/MWh führte. Der Strommarkt folgte dabei klar den Impulsen von Erdgas und CO₂.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigte sich ein fester Handelsstart. Das Frontjahr eröffnete deutlich stärker und erreichte ein Tageshoch bei 27,66 EUR/MWh. Der Februar-Kontrakt stieg zwischenzeitlich sogar kurz über die Marke von 40 EUR/MWh, gab anschließend jedoch wieder nach und pendelte sich im Bereich um 38 EUR/MWh seitwärts ein. Der Cal-27-Preis stabilisierte sich bei rund 27 EUR/MWh. Preistreibend wirken vor allem steigende Preise in Asien infolge einer Kältewelle, während Europa derzeit weiterhin sehr gut mit LNG versorgt ist. Großes Fragezeichen bleiben geopolitische Unsicherheiten. Von der Wetterseite nimmt das Risiko langsam ab.
Der CO₂-Markt zeigte sich am Morgen ebenfalls fester. Nach politischen Aussagen (Stichwort Trump-Zölle) und zuvor gestiegener Unsicherheit reagierte der Markt mit einer Entspannung. Die EUA-Preise übersprangen kurzzeitig die Marke von 90 EUR/t, prallten dort jedoch ab und korrigierten im weiteren Verlauf in Richtung 88 EUR/t - Nachmittags 88,50 EUR/t. Mehr dazu unter: CO₂mpass - alles zum CO2 Handel
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt stiegen die Preise für den morgigen Liefertag leicht an. Haupttreiber war eine geringere PV-Einspeisung. Die Temperaturen in Deutschland liegen weiterhin unter dem saisonalen Durchschnitt bei rund 3 Grad, während sich Frankreich temperaturbedingt wieder leicht über der Norm bewegt.
Die Day-Ahead-Preise für morgen lauten:
- Deutschland: 110,29 EUR/MWh
- Österreich: 201,40 EUR/MWh
Insgesamt bleibt der kurzfristige Strommarkt gut unterstützt.