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Der Handelstag
Der Handelstag - Seitwärtsphase

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
05.03.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute insgesamt stabil, nachdem der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE erneut am technischen Widerstand um 88 EUR/MWh scheiterte. Im Tagesverlauf prallte der Kontrakt an dieser Marke ab und bewegte sich anschließend überwiegend seitwärts rund um das Niveau von etwa 87,50 EUR/MWh. Dieses Preisband entspricht dem Bereich, der bereits im vergangenen Herbst mehrfach als obere Begrenzung bei Preisspitzen fungierte. Solange keine neuen fundamentalen Impulse auftreten, dürfte sich der Markt kurzfristig weiterhin innerhalb des Trendkanals zwischen etwa 86,60 und 88 EUR/MWh bewegen. Die Marktteilnehmer agieren derzeit vorsichtig und warten auf neue Impulse vom Gasmarkt sowie aus der geopolitischen Nachrichtenlage.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigte sich heute ein insgesamt volatiles, aber richtungsloses Handelsbild. Die Quartalsprodukte für Q2 und Q3 handeln weiterhin unterhalb der Marke von 50 EUR/MWh, wobei es im Tagesverlauf immer wieder zu spürbaren Preissprüngen kommt. Das untere Preisniveau wurde zuletzt im Bereich von etwa 46,85 EUR/MWh getestet. Das Frontjahr bewegt sich dagegen in einem vergleichsweise engen Korridor zwischen rund 31 und 32 EUR/MWh und signalisiert damit eine ausgeprägte Seitwärtsphase. Insgesamt bleibt der Markt weiterhin nachrichtengetrieben. Grundsätzlich bleibt jedoch ein gewisses Aufwärtspotenzial bestehen, insbesondere mit Blick auf die kommenden Monate und die anstehende Gasspeicherbefüllung, die zunehmend stärker in den Fokus der Marktteilnehmer rückt.

Der CO₂-Markt zeigte sich heute weitgehend unverändert. Die EUA-Preise bewegen sich weiterhin in einer engen Seitwärtsrange rund um 70 EUR/t. Aktuell fehlen klare fundamentale Impulse für eine nachhaltige Richtungsbewegung. Ein deutlicher Preisanstieg wäre vor allem dann denkbar, wenn sich die geopolitische Lage weiter zuspitzt und in Europa vermehrt Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung eingesetzt werden müssten. Solange dies nicht eintritt, wirken politische Diskussionen und regulatorische Unsicherheiten weiterhin eher belastend auf das Preisniveau.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt deutet sich für morgen ein insgesamt festes Preisniveau an. Hintergrund sind vor allem niedrigere Einspeisungen aus Wind- und Solarenergie. In Deutschland bleibt die PV-Produktion unter den möglichen Spitzenwerten. Gleichzeitig zeigt sich im österreichischen Markt ein starkes Intraday-Muster mit einer negativen Preisstunde rund um die Mittagszeit. Außerhalb dieses Zeitfensters bleibt das Preisniveau jedoch relativ hoch, da die erneuerbare Einspeisung insgesamt begrenzt bleibt.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 123,80 EUR/MWh
• Österreich: 113,48 EUR/MWh