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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigt sich heute deutlich von den geopolitischen Entwicklungen geprägt. Die Spannungen rund um den Iran und den Persischen Golf sorgen für steigende Preise bei zahlreichen Rohstoffen und übertragen sich auch auf den Strommarkt. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE konnte im Handelsverlauf bis auf über 104 EUR/MWh zulegen und bewegt sich aktuell in einer Seitwärtsphase zwischen rund 98,50 und 100 EUR/MWh.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigt sich heute eine klare Reaktion auf die Eskalation vom Wochenende. Marktteilnehmer diskutieren verstärkt mögliche Risiken für Infrastruktur und Lieferketten, sollten sich die Spannungen weiter verschärfen. Das Lieferjahr 2027 eröffnete deutlich fester bei rund 42 EUR/MWh und bewegt sich seitdem überwiegend seitwärts in einer Bandbreite zwischen etwa 41 und 42,60 EUR/MWh. Am Nachmittag korrigierte der Preis Richtung der 40 EUR/MWh Marke. Auch die Quartalsprodukte zeigen stabile bis feste Notierungen: Q2 handelt aktuell bei rund 58 EUR/MWh, während Q3 bei etwa 55,50 EUR/MWh liegt. Auch diese Produkte handelten am Vormittag um etwa drei EUR/MWh höher.
Der CO₂-Markt zeigt sich heute dagegen weitgehend stabil. Die EUA-Preise notieren weiterhin um die Marke von 70 EUR/t bei rund 70,40 EUR/t und reagieren bislang kaum auf die geopolitischen Entwicklungen. Die Marktbewegung bleibt damit moderat.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt steigen die Preise für morgen leicht an. Ursache ist vor allem eine geringere erwartete Windeinspeisung, während die Photovoltaik-Erzeugung weitgehend konstant bleibt. Österreich bekommt deutlich mehr Wind ab, daher handelt der Schnitt auch morgen niedriger.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 139,92 EUR/MWh
• Österreich: 126,65 EUR/MWh