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Seitwärts trotz CO₂-Sprung
Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute weiterhin sehr ruhig und von geringer Handelsaktivität geprägt. Die starken Impulse vom Ölmarkt – mit Brent über 115 USD und WTI über 101 USD – wurden nur begrenzt aufgenommen. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE bewegte sich in einer engen Seitwärtsrange zwischen 96,85 und 98,20 EUR/MWh und notierte am Nachmittag bei rund 97,14 EUR/MWh. Unterstützung kam vor allem vom festen CO₂-Markt, während ansonsten neue fundamentale Impulse fehlten. Insgesamt bleibt das Marktumfeld stabil mit leicht unterstützender Tendenz.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt eröffnete das Lieferjahr 2027 im Plus und testete zunächst die Marke von 45 EUR/MWh. Im weiteren Tagesverlauf setzte jedoch eine Abschwächung ein, sodass der Kontrakt unter den Eröffnungskurs fiel und aktuell im Bereich von 43,90 bis 44,00 EUR/MWh notiert. Das Tagestief lag am Morgen bei rund 44,20 EUR/MWh. Trotz des Rücksetzers bleibt das Abwärtsrisiko begrenzt. Die Notwendigkeit zur Gasspeicherbefüllung sowie die internationale Konkurrenz um LNG-Lieferungen wirken stabilisierend. Auch die vorderen Quartale, insbesondere Q3, zeigen sich weiterhin richtungslos, jedoch mit begrenztem Abwärtspotenzial.
Der CO₂-Markt verzeichnete heute eine dynamische Aufwärtsbewegung am Vormittag. Auslöser waren politische Entwicklungen rund um eine mögliche Wiederannäherung Großbritanniens an den EU-Strommarkt. In der Folge stiegen die Preise von 71,25 auf 73,93 EUR/t. Im weiteren Verlauf setzte eine leichte Korrektur ein, sodass sich der Markt im Bereich um 73 EUR/t stabilisierte. Insgesamt bleibt der CO₂-Markt fest, wenn auch kurzfristig etwas konsolidierend.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigt sich für morgen ein klar festeres Bild. Während die Solarproduktion ansteigt, wird gleichzeitig ein deutlicher Rückgang der Windeinspeisung erwartet. In Kombination mit einer steigenden Nachfrage führt dies zu einer erhöhten Residuallast und entsprechend steigenden Preisen.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 117,83 EUR/MWh
• Österreich: 135,25 EUR/MWh
Insgesamt bleibt der kurzfristige Strommarkt deutlich unterstützt. Die Kombination aus geringerer Windproduktion und steigender Nachfrage dominiert das Marktgeschehen. Negative Stunden sind für morgen nicht zu erwarten.