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Terminmarkt
Der Stromterminmarkt zeigt sich heute weiterhin abwartend und wenig aktiv. Der Cal 27 notiert aktuell knapp über 92 EUR pro MWh und bewegt sich damit nahezu seitwärts - die sich nach der Korrektur zu Wochenbeginn als neue kurzfristige Benchmark etabliert hat. Auslöser der vorherigen Entspannung war die Meldung über ein mögliches Rahmenabkommen zwischen Iran und USA. Ob diese politische Entspannung tragfähig bleibt, ist aktuell jedoch nicht absehbar, weshalb Marktteilnehmer neue Positionierungen zurückhalten. Der heutige Handel bestätigt diese Vorsicht: Nach einer Eröffnung bei 92,55 EUR pro MWh lag das Tageshoch ebenfalls bei 92,55 EUR pro MWh, während das Tief bei 91,50 EUR pro MWh erreicht wurde.
Erdgas und LNG
Erdgas hat in den vergangenen Wochen und Monaten den Takt für den Energiemarkt vorgegeben, diese dominante Rolle ist heute weniger ausgeprägt. Das Lieferjahr 2027 handelt aktuell bei 34,42 EUR pro MWh und liegt damit um 0,23 EUR pro MWh beziehungsweise 0,67 Prozent im Minus. Nach einer Eröffnung bei 34,55 EUR pro MWh fiel der Preis zunächst bis auf 33,66 EUR pro MWh, bevor Nachfrage den Markt wieder in Richtung 34,50 EUR pro MWh führte.
Fundamental wirkt die mögliche Entspannung zwischen den USA und Iran preisdämpfend. Sollte sich die Lage stabilisieren und die Straße von Hormuz wieder verlässlicher passierbar sein, würde dies perspektivisch Druck aus dem LNG Markt nehmen. Eine sofortige Normalisierung ist jedoch nicht zu erwarten, da sich Logistik, Schiffsplanung und Risikoprämien erst schrittweise neu ordnen müssen. Für das Lieferjahr 2027 reduziert die politische Entspannung dennoch einen Teil der zuvor eingepreisten Sicherheitsprämie.
CO₂
Der CO₂ Future, betrachtet als EUA Dez 26 Kontrakt, zeigt sich heute deutlich fester. Der Preis liegt aktuell bei 80,63 EUR je Tonne und damit wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 80 EUR je Tonne. Um 15 Uhr entsprach dies einem Plus von 0,84 EUR je Tonne beziehungsweise 1,05 Prozent. Die Handelsspanne reichte von 79,66 EUR je Tonne bis 80,73 EUR je Tonne, nach einer Eröffnung bei 79,79 EUR je Tonne.
Der Markt reagiert damit auf Nachrichten aus Brüssel und auf die strukturelle Verknappung im europäischen Emissionshandel. Die Verfügbarkeit von Zertifikaten wird langfristig reduziert, während zusätzliche Sektoren zunehmend in das System einbezogen werden. Gleichzeitig bleibt die politische Diskussion über kostenlose Zuteilungsmengen ein wichtiger Einflussfaktor. Aktuell überwiegt jedoch die Erwartung eines knapperen Angebots, wodurch der CO₂ Markt heute klar unterstützt wird.
Spotmarkt und Allgemeines
Für morgen zeigt sich ein Marktbild mit sehr viel Photovoltaik, wenig Wind und erhöhten Temperaturen. Diese Kombination dürfte nicht nur morgen, sondern auch in den kommenden Tagen und in weiten Teilen Europas relevant bleiben. Hohe solare Einspeisung wirkt in den Mittagsstunden preisdämpfend, während geringe Windeinspeisung und temperaturbedingt höhere Nachfrage die Preise in den Morgen und Abendstunden stützen.
In Deutschland liegt der Day Ahead Base Preis für morgen bei 108,18 EUR pro MWh. Das Preisniveau ist damit trotz starker Photovoltaik hoch, was die angespannte Residuallast außerhalb der Solarstunden widerspiegelt. Der höchste Viertelstundenwert liegt bei 212,62 EUR pro MWh, der niedrigste bei 9,63 EUR pro MWh. Daraus ergibt sich ein Viertelstunden Spread von 202,99 EUR pro MWh. Negative Stundenpreise treten für morgen in Deutschland nicht auf.
In Österreich liegt der Day Ahead Base Preis für morgen bei 104,98 EUR pro MWh. Auch hier zeigt sich ein ähnliches Muster: Photovoltaik dämpft die Preise in einzelnen Stunden, während geringe Windproduktion und höhere Temperaturen das Gesamtniveau anheben. Der höchste Viertelstundenwert beträgt 198,79 EUR pro MWh, der niedrigste 7,83 EUR pro MWh. Der Viertelstunden Spread liegt damit bei 190,96 EUR pro MWh. Auch in Österreich treten für morgen keine negativen Stundenpreise auf.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 108,18 EUR pro MWh
Österreich: 104,98 EUR pro MWh