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Der Handelstag
Der Handelstag - Daily Market View um 16 Uhr

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
23.01.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt präsentierte sich heute insgesamt fester. Der deutsche Leitkontrakt Phelix DE Cal 27 legte im Tagesverlauf zu und überschritt zwischenzeitlich die Marke von 87 EUR/MWh. Am Nachmittag stabilisierte sich der Kontrakt im Bereich von etwa 87,30 bis 87,50 EUR/MWh. Haupttreiber der Aufwärtsbewegung war der erneut festere CO₂-Markt, während von Erdgas kaum zusätzliche Impulse ausgingen. 

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigte sich ein ruhiges Bild. Die Preise blieben nahezu unverändert und bewegten sich am unteren Ende des bestehenden Trends. Der relevante Kontrakt notierte heute bei rund 26,30 EUR/MWh mit einem Tageshoch bei 26,62 EUR/MWh. Entlastend wirkt die Entspannung bei den Temperaturprognosen in Europa, während in Asien und den USA zuletzt deutlich steigende Gaspreise zu beobachten waren. Der Frontmonat Februar verharrte unspektakulär seitwärts bei leicht über 38 EUR/MWh.

Der CO₂-Markt zeigte sich erneut gut unterstützt. Die EUA-Preise tasteten sich wieder an die Marke von 90 EUR/t heran und notierten im Tagesverlauf bei etwa 89,00 bis 89,70 EUR/t. Der übergeordnete Aufwärtstrend gewinnt damit langsam wieder an Dynamik. Geopolitische Risiken, insbesondere im Verhältnis USA–EU, traten zuletzt in den Hintergrund und belasteten den Markt nicht zusätzlich.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt lagen die Preise für den morgigen Liefertag in etwa auf dem Niveau des Vortages. In Österreich sorgte eine leicht verbesserte Windeinspeisung für einen moderaten Preisrückgang. Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

  • Deutschland: 111,96 EUR/MWh
  • Österreich: 140,24 EUR/MWh

Mit Blick auf die kommende Woche bleibt das Umfeld jedoch angespannt. Die Einspeisung aus erneuerbaren Energien wird insgesamt unterdurchschnittlich erwartet, insbesondere die Windproduktion liegt deutlich unter dem saisonalen Mittel. In Deutschland werden durchschnittliche Spotpreise um 125 EUR/MWh erwartet, in Österreich entsprechend darüber. Die Temperaturen liegen in Deutschland leicht unter dem Normalniveau, während Frankreich deutlich wärmer prognostiziert wird, was dort dämpfend auf die Nachfrage wirkt.