Terminmarkt
Der Terminmarkt startete verhalten in die neue Handelswoche. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE eröffnete rund 2,5 EUR/MWh unter dem Schlusskurs vom Freitag und notierte zunächst im Bereich um 85 EUR/MWh. Im weiteren Verlauf fehlten klare Impulse, da die aktuellen Wetter- und Prognosedaten uneinheitlich ausfielen. Insbesondere mehren sich Hinweise, dass die zuletzt eingepreiste Kältephase möglicherweise weniger ausgeprägt ausfällt als zuvor erwartet. Entsprechend zeigte sich der Markt abwartend.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigte sich der Frontmonat fester. Steigende LNG-Importe sorgten für zusätzliche Verfügbarkeit, während der Jahreskontrakt leicht oberhalb von 25 EUR/MWh bei etwa 25,20 bis 25,30 EUR/MWh notierte. Entscheidender Faktor bleibt weiterhin die Ausspeicherungsrate, die auch psychologisch eine wichtige Rolle für die Marktstimmung spielt. Die jüngsten Wetterprognosen wurden in Richtung milderer Temperaturen korrigiert, wodurch der Nachfrageimpuls etwas nachließ. Gleichzeitig bleibt die Nachfrageperspektive für Februar noch mit Unsicherheiten behaftet.
Der CO₂-Markt zeigte sich ebenfalls zurückhaltend. Die EUA-Preise notierten unterhalb der Marke von 90 EUR/t und bewegten sich seitwärts um 89,70 EUR/t. Marktteilnehmer warten derzeit auf neue Impulse, sowohl von der Energieseite als auch aus dem makroökonomischen Umfeld. Insgesamt dominiert kurzfristig eine abwartende Seitwärtsbewegung.
Spotmarkt und Allgemeines
Für den morgigen Liefertag ergaben sich folgende Day-Ahead-Preise:
- Deutschland: 156,17 EUR/MWh
- Österreich: 157,24 EUR/MWh
Am Spotmarkt wirkten fehlende Windeinspeisungen und die Temperaturen preissteigernd. Die niedrige erneuerbare Erzeugung erhöht die Residuallast.