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Der Handelstag
Der Handelstag - Daily Market View um 16 Uhr

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
16.01.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute klar fester. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE legte im Tagesverlauf weiter zu und stieg am Nachmittag zeitweise bis in den Bereich um 88 EUR/MWh. Gegen Handelsende kam es zu leichten Gewinnmitnahmen, da Positionen vor dem Wochenende geschlossen wurden. Insgesamt bleibt der Markt deutlich positiv. Der kurzfristige Aufwärtstrend ist intakt, unterstützt durch die ausgeprägte Kältewelle und wenig Windeinspeisung: Auch der Februar handelte fest oberhalb von 123 EUR/MWh. Wetterbedingte Risiken dominieren aktuell klar das Marktgeschehen und begrenzen das Abwärtspotenzial.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt setzte sich der feste Trend fort. Die anhaltende Sorge vor einer Kälteperiode in Kombination mit einer Windflaute treibt die Preise weiter nach oben. Der Februar-Kontrakt notierte zuletzt bei rund 36,50 EUR/MWh und besitzt weiteres Aufwärtspotenzial, sofern sich die Wetterprognosen bestätigen. Zusätzlich wirkt die massive Kälte in Asien preistreibend, da steigende LNG-Preise den europäischen Markt indirekt belasten. Die Speicherentnahmen bleiben hoch und unterstreichen die angespannte Versorgungslage.

Der CO₂-Markt zog im Einklang mit Gas weiter an. Die EUA-Preise stiegen im Tagesverlauf über 93 EUR/t und gaben dem Strommarkt zusätzlichen Auftrieb. Insgesamt bleibt CO₂ klar unterstützend, getragen von höherem Brennstoffeinsatz und dem festen Energiemarktumfeld.

Spotmarkt und Allgemeines
Für den morgigen Liefertag ergaben sich folgende Day-Ahead-Preise:

  • Deutschland: 112,36 EUR/MWh
  • Österreich: 123,20 EUR/MWh

Mit Blick auf die kommende Woche deuten die Prognosen auf einen weiteren Preisanstieg von rund 20–25 % hin. Deutlich sinkende Temperaturen und eine schwächere Windeinspeisung lassen ein Preisniveau von etwa 130 EUR/MWh erwarten. Zusätzlich sorgt der erhöhte Strombedarf durch elektrische Raumheizung, insbesondere in Frankreich, für zusätzlichen Nachfragedruck. Insgesamt bleibt der kurzfristige Strommarkt klar fest und stark wettergetrieben.