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Der Handelstag
Der Handelstag - Daily Market View um 16 Uhr

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
08.01.2026

Terminmarkt

  • Der Terminmarkt zeigte sich am Donnerstag mit einem leichten Rücksetzer. Nach einem schwachen Start konnte sich der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE im Tagesverlauf zwar stabilisieren, insgesamt blieb das Bild jedoch klar seitwärts. Der Handel bewegte sich überwiegend auf Höhe des Eröffnungspreises und pendelte um 82,50 EUR/MWh. Die Marktaktivität blieb überschaubar, richtungsweisende Impulse fehlen. Entscheidend wird das Wetter, auch Geopolitik spielt eine Rolle.

Brennstoffe und CO2

  • Am Gasmarkt ließ der Aufwärtsdruck weiter nach. Die jüngsten Wetterprognosen "verabschieden" sich zunehmend von einem extrem kalten Januar. Neuere Modellläufe zeigen, dass Ende der kommenden Woche weite Teile Europas wieder Temperaturen über dem langjährigen Mittel erreichen könnten. Entsprechend baut sich die zuletzt aufgebaute Wetterprämie schrittweise ab. Das Frontjahr 2026 handelte heute weitgehend seitwärts bei rund 24,70 EUR/MWh, während der Frontmonat ebenfalls korrigierte und sich auf etwa 27,50 EUR/MWh zurückbewegte. 

  • Der CO₂-Markt zeigte sich ebenfalls etwas schwächer. Die EUA-Kontrakte gaben leicht nach und notierten zuletzt bei rund 87,50 EUR/t, womit sie unter dem Vortagesniveau lagen. Alles im Detail unter: CO₂mpass - alles zum CO2 Handel

Spotmarkt und Allgemeines

  • Am Spotmarkt steht eine deutliche Normalisierung bevor. Für den morgigen Handelstag werden in

    • Deutschland: 103,60 EUR/MWh
    • Österreich: 111,16 EUR/MWh

    erwartet. Hintergrund ist eine massive Zunahme der Windeinspeisung. Laut Marktdaten wird die durchschnittliche Windstromerzeugung in Deutschland von rund 16,5 GW heute auf etwa 44 bis 45 GW morgen ansteigen und damit deutlich über dem saisonalen Durchschnitt liegen. Auch die Solarerzeugung legt leicht zu. Die Nachfrage geht leicht zurück, bleibt jedoch weiterhin über dem Durchschnitt.