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Der Handelstag
Der Handelstag - Daily Market View um 16 Uhr

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
19.11.2025

Terminmarkt

  • Der Leitkontrakt Cal 26 Phelix DE handelt heute etwas unter dem Vortagesniveau und zeigt insgesamt eine seitwärts gerichtete, impulsschwache Bewegung. Am Nachmittag pendelt der Preis in einer engen Spanne um 89,04–89,60 EUR/MWh. Der Markt bleibt dabei in einer abwartenden Haltung: Neue fundamentale Signale fehlen, gleichzeitig begrenzen die aktuellen Wetterprognosen mit niedrigen Temperaturen und geringerer Windeinspeisung das Abwärtspotenzial. 

Brennstoffe und CO2

  • Der Gasmarkt zeigte sich heute klar schwächer. Der TTF-Leitkontrakt eröffnete bei 30,25 EUR/MWh, rutschte jedoch im Laufe des Nachmittags spürbar ab und markierte ein Tief bei 29,75 EUR/MWh - jetzt ging es wieder Richtung 29,90 EUR/MWh. Belastungsfaktoren bleiben die weiterhin komfortable Versorgungslage und der geringe wetterbedingte Nachfrageimpuls . Auch aus dem LNG- und Speicherumfeld kommen keine Preistreiber, da Europa momentan gut versorgt ist. Aufwärtspotenzial ist aber intakt.

  • Spekulative Investoren haben ihre Wette auf steigende Preise die dritte Woche in Folge ausgebaut. Mit knapp 102 Mio. EUA liegt diese auf dem höchsten Stand seit mindestens sieben Jahren. Die "Longseite" (steigende Preise) wuchs deutlich um 7,2 Mio. EUA, während auch die "Shorts" (fallende Preise) leicht auf 29,7 Mio. EUA zunahmen. Fast den gesamten Handelstag notierte der Kontrakt leicht schwächer bei 80,89 EUR/t. Am Nachmittag setzte eine technische Korrektur ein und der Preis stieg wieder auf über 81 EUR/MWh.

Spotmarkt und Allgemeines

  • Die Spotpreise ziehen deutlich an und liegen morgen bei 125,99 EUR/MWh in Deutschland sowie 132,15 EUR/MWh in Österreich. Hauptgrund sind rückläufige erneuerbare Einspeisungen. Die Windleistung sinkt um 5 GW und bleibt klar unter dem saisonalen Durchschnitt. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage hoch, während Deutschland deutlich mehr Stromimporte benötigt – über 12 GW. Das weiterhin kühle Wetter verstärkt die Situation. Insgesamt treiben sinkende erneuerbare Einspeisungen und hohe Last die Preise klar über die Marke von 120 EUR/MWh.