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Der Handelstag
Der Handelstag - Daily Market View um 16 Uhr

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
18.11.2025

Terminmarkt

  • Kälteres und zugleich windarmes Wetter stützen derzeit die Großhandelsmärkte für Gas und Strom. Die energiewirtschaftlichen Fundamentaldaten bleiben damit klar aufwärts-gerichtet. Der Leitkontrakt Cal 26 Phelix DE notiert heute stabil über der Marke von 90 EUR/MWh. Bereits am Vormittag wurde das Niveau gehalten, am Nachmittag verläuft der Handel weitgehend seitwärts oberhalb von 90 EUR/MWh, zuletzt bei rund 90,30 EUR/MWh. Größere Impulse bleiben aus, doch die Wetterlage sorgt weiterhin für eine feste Grundtendenz.

Brennstoffe und CO2

  •  Die Gaspreise halten sich weiterhin auf dem aktuellen Niveau. Besonders die Wetterprognosen stützen den Markt und sorgen dafür, dass der Preis für das kommende Liefermonat stabil bei etwa 31,80 EUR/MWh bleibt. Im Lieferjahr 2026 erreichte der Kontrakt am Vormittag einen Höchststand von 30,75 EUR/MWh, bevor er am Nachmittag wieder in Richtung 30,50 EUR/MWh korrigierte.

    Der Markt reagiert derzeit nervös auf Meldungen aller Art. Europa bleibt insgesamt gut versorgt – sowohl durch Pipelinegas als auch durch hohe LNG-Einspeisungen. Wesentlich für die kurzfristige Preisbildung bleibt das Wetter. Zunächst steht eine deutlich kältere Phase bevor, in der kommenden Woche wird es wieder milder. Danach könnten die Modelle jedoch erneut in eine längere Kälteperiode drehen. Diese Unsicherheit in den Prognosen stabilisiert die Preise und verhindert spürbare Abwärtsbewegungen.

  • Der CO₂-Preis zeigt sich heute deutlich im Plus. Nach dem verhaltenen Handel gestern kommt es zu einer klaren Gegenbewegung, die vor allem vom Gasmarkt-Impuls getragen wird. Der EUA-Preis kletterte wieder über die Marke von 81 EUR/t und erreichte im Tageshoch 81,42 EUR/t. Insgesamt präsentiert sich der Markt heute fester, mit spürbarer Kaufbereitschaft nach der kurzen Schwächephase.

Spotmarkt und Allgemeines

  • Die Day-Ahead-Preise bleiben in Deutschland mit 102,53 EUR/MWh weitgehend stabil, während Österreich mit 122,75 EUR/MWh deutlich fester tendiert. Treiber sind die klar rückläufige Wind- und Solarproduktion (–4 GW Peak) sowie eine steigende Residuallast. Deutschland dreht zudem von Export auf Import. Die Nachfrage steigt leicht bei weiterhin unterdurchschnittlichen Temperaturen, verstärkt durch hohen französischen Bedarf.