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Der Handelstag
Energiepreise steigen weiter
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
26.10.2026

Terminmarkt

Der Stromterminmarkt startete mit deutlichen Kursgewinnen in die neue Woche. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 erreichte zunächst ein Tageshoch von 159,42 EUR/MWh, gab im weiteren Verlauf jedoch einen Teil seiner Gewinne wieder ab. Zuletzt notierte der Kontrakt bei rund 156,38 EUR/MWh und damit weiterhin über dem Schlusskurs der Vorwoche. Die nachlassende Dynamik am Nachmittag signalisiert kurzfristigen Verkaufsdruck. Im Bereich von 155,30 bis 155,50 EUR/MWh zeichnet sich eine erste Stabilisierung ab. Ob diese Bestand hat, dürfte auch von der weiteren Entwicklung bei Gas und CO₂ abhängen, die beide heute deutlich zulegen.

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt gewinnt die Temperaturentwicklung zunehmend an Bedeutung. Vor allem die Kontrakte für November und Dezember bleiben teuer, während auch die Nachfrage nach LNG-Ladungen im Fokus steht. Asien bietet aktuell teilweise höhere Preise für LNG und erhöht damit den Wettbewerb um verfügbare Lieferungen. Entlastend wirken die derzeit milderen und windreicheren Wetterprognosen, die den Gasverbrauch und den Einsatz von Gaskraftwerken begrenzen können. Der Kontrakt für das Lieferjahr 2027 notiert bei rund 77,17 EUR/MWh. 

CO₂

Der CO₂ Markt ist mit kräftigen Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Der EUA Dezember 2026 notiert bei rund 88,01 EUR/t und bewegt sich damit am oberen Ende des beschriebenen Trendkanals. Im Tagesverlauf stieg der Preis bis auf 88,44 EUR/t. 

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt steigen die Preise für morgen, Dienstag, den 27. Oktober, deutlich an. Geringe Windeinspeisung und die jahreszeitbedingt schwächere Photovoltaikproduktion reduzieren das erneuerbare Stromangebot. Gleichzeitig sorgt eine Hochdrucklage über Europa für wenig Wind und erhöht damit den Bedarf an konventioneller Erzeugung. In Deutschland liegt der Day-Ahead-Baseload bei 155,11 EUR/MWh. Die Viertelstundenpreise bewegen sich zwischen 38,65 und 272,68 EUR/MWh, was eine erhebliche Preisspanne von 234,03 EUR/MWh ergibt. 

In Österreich liegt der Baseload Preis mit 247,66 EUR/MWh deutlich höher. Die Preise reichen von 197,02 bis 300,51 EUR/MWh, entsprechend einer Spanne von 103,49 EUR/MWh. Das höhere österreichische Preisniveau verdeutlicht die angespannte regionale Angebotslage. Insgesamt bleibt der kurzfristige Strommarkt durch geringe Wind- und Solarproduktion geprägt. 

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 155,11 EUR/MWh

• Österreich: 247,66 EUR/MWh