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Terminmarkt
Der deutsche Stromfuture Cal 27 Phelix DE setzt seinen Aufwärtstrend zum Wochenausklang fort und notiert bei rund 153,15 EUR/MWh. Nach einem Handelsbeginn bei 150,51 EUR/MWh stieg der Kontrakt bis auf 153,80 EUR/MWh. Die anschließende Konsolidierung oberhalb von 153 EUR/MWh deutet auf eine Stabilisierung auf erhöhtem Preisniveau hin. Neben den steigenden Gaspreisen stützen auch Positionsschließungen durch Compliance-Käufer die Nachfrage.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt verschärfen sich die Diskussionen über die Versorgungslage. Gleichzeitig nimmt vor allem in Asien, insbesondere in China, die Nachfrage nach LNG zu. Der TTF-Kontrakt für das Lieferjahr 2027 steigt auf rund 76,44 EUR/MWh und bewegt sich damit deutlich über dem Vortagesniveau. Die geopolitische Lage bleibt angespannt, während die weitere US Politik und die Entwicklung im Nahen Osten schwer einzuschätzen sind. Auch mögliche Impulse vom Ölmarkt könnten auf den Gasmarkt übergreifen und zusätzliche Volatilität auslösen. Am kurzen Ende wirkt die starke Windeinspeisung in Europa dagegen preisdämpfend, da sie den Bedarf an gasbasierter Stromerzeugung reduziert.
CO₂
Der EUA Dezember 2026 bewegt sich weiterhin in einer engen Handelsspanne. Der Kurs liegt bei rund 85,93 EUR/t, nachdem er im Tagesverlauf zwischen 85,69 und 86,77 EUR/t gehandelt wurde. Fundamental haben sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Damit fehlen derzeit klare Impulse für einen nachhaltigen Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung. Weiteres Aufwärtspotenzial bleibt möglich, ist kurzfristig jedoch begrenzt.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigen sich für Samstag, den 24. Oktober 2026, deutliche Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich. Der deutsche Day-Ahead-Baseload liegt bei 30,12 EUR/MWh, während Österreich mit 240,67 EUR/MWh ein außergewöhnlich hohes Preisniveau aufweist. In Deutschland dürfte die Windeinspeisung über das Wochenende nahezu Volllast erreichen. Dadurch steigt das Angebot erneuerbarer Energie deutlich, was die Preise insbesondere in Stunden mit hoher Windproduktion und geringer Nachfrage unter Druck setzt. Für Samstag werden einzelne Viertelstunden mit Preisen nahe null erwartet. Am Sonntag sind aufgrund der noch stärkeren Windproduktion auch negative Preise möglich.
Der deutsche Preis reicht laut Vorlage von 0,00 bis 111,31 EUR/MWh. Der Spread zwischen dem höchsten und niedrigsten Viertelstundenpreis beträgt damit 111,31 EUR/MWh. In Österreich liegt die Preisspanne zwischen 196,63 und 294,96 EUR/MWh. Der Spread beträgt 98,33 EUR/MWh. Der österreichische Markt bleibt durch den Mangel an Wasserkraft und den geringeren Windkraftausbau strukturell angespannt. Während Deutschland durch die hohe Windproduktion in Richtung niedriger und zeitweise negativer Preise tendiert, bleibt Österreich deutlich teurer.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 30,12 EUR/MWh
• Österreich: 240,67 EUR/MWh