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Terminmarkt
Der Terminmarkt Strom zeigte sich heute zum Wochenschluss weitgehend unspektakulär. Der deutsche Leitkontrakt pendelte seitwärts um die Marke von 92 EUR/MWh und notierte zuletzt im Minus bei 91,75 EUR/MWh. Gegenüber dem Vortag entspricht das einem leichten Rückgang von 0,72 EUR/MWh beziehungsweise 0,78 Prozent. Die Handelsspanne blieb mit einem Hoch bei 92,70 EUR/MWh und einem Tief bei 91,75 EUR/MWh begrenzt.
Fundamental ergaben sich heute kaum neue Impulse. Der Markt wartet weiter auf klarere Signale zur Entwicklung im Konfliktfeld USA Iran sowie auf belastbarere Wetterprognosen für die kommende Woche. Insgesamt geht der Stromterminmarkt damit stabil, aber ohne klare Richtung ins Wochenende. Das Niveau bleibt erhöht, die Risikoprämie wird jedoch derzeit nicht weiter ausgebaut.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt testeten die Preise heute eher den unteren Bereich der jüngsten Handelsspanne. Das Lieferjahr 2027 notierte zuletzt rund 33,85-34,00 EUR/MWh und lag damit leicht über dem Vortag. Der Tagesverlauf blieb sehr ruhig, mit einem Hoch bei 34,02 EUR/MWh und einem Tief bei 33,84 EUR/MWh. Der Frontmonat Juli bewegt sich weiterhin im Bereich von rund 40 EUR/MWh.
Kurzfristig wird der Gasmarkt durch steigende Nachfrage gestützt, da in Frankreich hitzebedingt Kernkraftwerke gedrosselt werden müssen und dadurch zusätzlicher thermischer Erzeugungsbedarf entstehen kann. Gleichzeitig bleibt der Markt mittelfristig gut unterstützt, weil Europa weiter Speicher befüllen muss. Insgesamt handelt Gas heute zwar am unteren Rand des Preiskorridors, fundamental bleibt das Bild jedoch solide unterstützt.
CO₂
Der CO₂ Markt zeigte sich heute eher konservativ und leicht schwächer. Der EUA Dez 26 Kontrakt notierte zuletzt bei 80,15 EUR/t und lag damit 0,41 EUR/t beziehungsweise 0,51 Prozent unter dem Vortag. Die Hitzewelle der vergangenen Tage hat den Preis grundsätzlich unterstützt, da ein höherer Einsatz fossiler Brennstoffe in der Stromerzeugung die Nachfrage nach Zertifikaten erhöht. Heute setzte sich dieser Impuls jedoch nicht weiter dynamisch fort. Für die kommende Woche erscheint eine Handelsspanne zwischen 80 und 82 EUR/t plausibel. Belastend könnten Diskussionen über mögliche EU Reformen wirken, während wetterbedingter Brennstoffeinsatz den Markt weiterhin absichert.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt für morgen zeigt sich ein deutlich zweigeteiltes Bild. Das Wochenende und die geringere Nachfrage aus Industrie und Gewerbe entlasten das Stromsystem spürbar. Gleichzeitig führen hohe solare Einspeisung und schwächere Last in den Mittagsstunden zu sehr niedrigen Preisen. In Deutschland fällt der niedrigste Viertelstundenpreis leicht negativ aus und liegt bei minus 0,01 EUR/MWh. In Österreich liegt das Minimum bei minus 0,25 EUR/MWh.
Die deutsche Auktion weist für morgen einen Baseload Preis von 99,42 EUR/MWh aus. Auffällig ist die sehr große Preisspreizung über den Tag. Der höchste Viertelstundenpreis liegt bei 252,34 EUR/MWh, der niedrigste bei minus 0,01 EUR/MWh. Daraus ergibt sich ein Spread von 252,35 EUR/MWh. Auch Österreich bleibt für morgen volatil. Der Baseload liegt bei 95,62 EUR/MWh, das Tagesminimum bei minus 0,25 EUR/MWh und das Maximum bei 203,13 EUR/MWh.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 99,42 EUR/MWh
Österreich: 95,62 EUR/MWh