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Der Handelstag
Der Handelstag - Feiertag hält Märkte stabil

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
13.05.2026

Terminmarkt

Der Terminmarkt zeigte sich heute insgesamt ruhig und stand bereits klar im Zeichen des bevorstehenden verlängerten Wochenendes. Die Handelsaktivität blieb über weite Strecken gering, wobei sich der Stromterminmarkt erneut stark am Gasmarkt orientierte. Der deutsche Leitkontrakt eröffnete zunächst schwächer und testete am Vormittag die Marke von 91,05 EUR/MWh. Von diesem Niveau setzte jedoch rasch eine Gegenbewegung ein, wodurch der Markt bis Mittag auf 91,78 EUR/MWh anstieg. Im weiteren Handelsverlauf pendelte der Kontrakt überwiegend in einer engen Spanne zwischen 91,37 und 91,70 EUR/MWh. Aktuell notiert der Cal 2027 Kontrakt bei rund 91,60 EUR/MWh und damit unter dem Vortagesniveau. Insgesamt dominiert weiterhin ein stabiles Marktumfeld mit geringer Risikobereitschaft. Händler vermeiden vor dem langen Wochenende größere Positionsanpassungen und warten auf neue fundamentale Impulse.

Brennstoffe und CO₂

Am Gasmarkt blieb die geopolitische Lage erneut der wichtigste Einflussfaktor. Besonders die laufenden Gespräche zwischen den USA und China sowie die weiterhin angespannte Situation im Nahen Osten stehen im Fokus der Marktteilnehmer. Der Markt wartet derzeit auf neue politische oder wirtschaftliche Impulse. Solange keine weiteren Eskalationen oder regulatorischen Maßnahmen erfolgen, bleibt der Gasmarkt nach unten vergleichsweise gut abgesichert.

Das kurze Ende der Gaskurve bewegt sich weiterhin seitwärts. Der Frontmonat handelt stabil im Bereich um 46,60 EUR/MWh. Ab Oktober nimmt das Preisniveau entlang der Kurve sukzessive ab, was vor dem Hintergrund der leeren Speicher sich zunehmend als Problem erweisen könnte. Besonders auffällig bleibt die äußerst geringe Volatilität im Lieferjahr 2027. Der Jahreskontrakt bewegte sich heute lediglich in einer sehr engen Handelsspanne zwischen 37,01 und 37,34 EUR/MWh. Insgesamt bleibt die Aktivität am Gasmarkt ausgesprochen niedrig. Hier könnte es am Freitag mit wenig Handel noch etwas abwärts gehen.

Der CO₂ Markt zeigte sich heute etwas schwächer. Die zuletzt aufgebaute Risikoprämie infolge der geplanten EU ETS Änderungen wird derzeit schrittweise abgebaut. Das geringe Handelsvolumen verstärkte die Abwärtsbewegung zusätzlich und drückte den EUA Preis zeitweise bis auf 74,05 EUR/t. Kurz vor Redaktionsschluss notierte der Markt bei rund 74,43 EUR/t und damit auch moderat unter dem Vortagesniveau. Trotz der heutigen Schwäche bleibt das Preisniveau stabil.

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt sorgt der morgige Feiertag zwar für eine gedämpfte Nachfrage und wirkt damit grundsätzlich preisberuhigend, ein stärkerer Preisrückgang bleibt jedoch aus. Hintergrund ist die deutlich rückläufige Windeinspeisung in den kommenden Tagen. Laut aktuellen Prognosen nimmt die Windproduktion bis zum 17.05 spürbar ab, wodurch die Residuallast ansteigt und den Markt trotz schwächerem Verbrauch stabil unterstützt.

Die Temperaturen liegen insbesondere in Frankreich weiterhin unter den saisonalen Normalwerten. Dadurch bleibt der Stromverbrauch trotz des feiertagsbedingt geringeren Bedarfs vergleichsweise stabil. Die Intraday Spanne zwischen der höchsten und niedrigsten Viertelstunde liegt in Deutschland bei 164,86 EUR/MWh und in Österreich bei 172,70 EUR/MWh. Diese weiterhin hohe Spreizung verdeutlicht die zunehmende Volatilität innerhalb des Tagesverlaufs.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 94,85 EUR/MWh
• Österreich: 108,34 EUR/MWh