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Der Handelstag
Der Handelstag - Fester Wochenausklang

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
15.05.2026

Terminmarkt

Der Terminmarkt zeigte sich heute erneut freundlich und konnte die Aufwärtsbewegung der vergangenen Tage fortsetzen. Der deutsche Leitkontrakt startete bei 91,10 EUR/MWh in den Handel und bewegte sich bereits am Vormittag klar im Plus. Im weiteren Verlauf etablierte sich der Markt stabil oberhalb von 92 EUR/MWh und erreichte zuletzt mit 92,50 EUR/MWh das Tageshoch.  rund 1,1 Prozent über dem Vortagesschluss. Impulse kommen vom Gasmarkt. Der Markt wirkt derzeit technisch gut unterstützt, wobei geopolitische Risiken sowie die weiterhin festen Brennstoffmärkte die Preise absichern. Die Seitwärtsphase der vergangenen Tage verschiebt sich damit zunehmend auf ein höheres Preisniveau.

Brennstoffe und CO₂

Am Gasmarkt zeigte sich ebenfalls eine festere Tendenz. Das Lieferjahr 2027 stieg auf 37,13 EUR/MWh, nach einem Handelsstart bei 36,70 EUR/MWh und einem Tageshoch bei 37,60 EUR/MWh, zuletzt bei 37,50 EUR/MWh. Marktseitig mehren sich die Einschätzungen, dass Gas zuletzt unterverkauft war. Gleichzeitig bleibt der Blick auf Asien gerichtet. Sollte die Nachfrage dort infolge hoher Temperaturen deutlich anziehen, könnte dies rasch wieder zu Preisaufschlägen führen.

Der Ölmarkt bleibt von geopolitischen Themen geprägt. Rund um die Gespräche zwischen den USA und China gibt es aktuell keine offiziellen Hinweise auf eine Lösung. Mögliche Ergebnisse könnten auch den Iran betreffen, etwa mit Blick auf eine Wiederaufnahme von Lieferungen nach China. Für den europäischen Gasmarkt ist dies nur indirekt relevant, wirkt aber über die allgemeine Risikowahrnehmung auf den Energiemarkt.

Der CO₂ Markt startete schwächer in den Handelstag, konnte im weiteren Verlauf jedoch zulegen. Der EUA Preis stieg von einem Tief bei 74,72 EUR/t auf zuletzt 75,77 EUR/t und erreichte damit nahezu das Tageshoch von 75,79 EUR/t. Der Nachfrageanstieg im Tagesverlauf sorgte für eine Stabilisierung des Marktes. Mehr dazu unter: CO₂mpass - alles zum CO2 Handel

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt für morgen zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. In Deutschland drückt die starke Photovoltaik Erzeugung zur Mittagszeit auf die Preise. Bei einer erwarteten PV Spitze von rund 37 GWh in der Stunde 13 treten negative Preise auf. Der niedrigste Viertelstundenpreis liegt bei minus 2,33 EUR/MWh, während der Höchstpreis 146,07 EUR/MWh erreicht. Daraus ergibt sich ein sehr hoher Spread von 148,40 EUR/MWh.

In Österreich bleiben die Preise etwas fester. Der niedrigste Preis liegt bei 1,38 EUR/MWh und damit nicht im negativen Bereich, während der Höchstpreis 147,72 EUR/MWh erreicht. Der Spread beträgt 146,34 EUR/MWh. Für die kommende Woche bleibt das Preisniveau voraussichtlich gut unterstützt, da wenig Wind erwartet wird und sich die Marktpreise im Bereich von etwa 98 bis 100 EUR/MWh bewegen könnten.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

Deutschland: 78,30 EUR/MWh

Österreich: 83,52 EUR/MWh

Stand: 15:50 Uhr