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Seitwärtsphase trotz geopolitischer Impulse
20.04.2026 15:45 Uhr
Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute weitgehend stabil in einer engen Seitwärtsbewegung knapp oberhalb von 88 EUR/MWh. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE reagierte nur begrenzt auf die Vielzahl geopolitischer Nachrichtenlagen. Während zum Wochenschluss noch starke Impulse aus den USA dominierten, relativierte sich die Lage über das Wochenende wieder deutlich. Entsprechend blieb eine klare Richtungsbildung heute aus. Gas gibt weiterhin den Takt vor, während CO₂ das Preisniveau stabilisiert. Im Tagesverlauf bewegte sich der Markt in einer Bandbreite zwischen 88,01 und 88,99 EUR/MWh und notierte zuletzt bei 88,02 EUR/MWh, leicht über dem Eröffnungsniveau.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt bleibt die Lage angespannt und stark geopolitisch geprägt. Die Diskussion um eine Öffnung der Straße von Hormus sorgen für eine fragile Ausgangslage. Die bis Mittwoch laufende Waffenruhe erhöht die Unsicherheit zusätzlich. Das Frontjahr 2027 eröffnete deutlich fester bei 34,55 EUR/MWh, konnte dieses Niveau im weiteren Handelsverlauf jedoch nicht halten und fiel wieder zurück. Im Tagesverlauf bewegte sich der Kontrakt zwischen 33,04 und 34,55 EUR/MWh und notiert aktuell bei rund 33,50 EUR/MWh. Besonders das kurzfristige Segment, insbesondere das Monatsprodukt Mai, reagierte sensibel auf die Entwicklungen über das Wochenende, hatte aber einen ähnlichen Preisverlauf wie der Jahresprodukt. Der Mai handelt aktuell 39,90 EUR/MWh.
Der CO₂-Markt zeigte sich heute auffallend ruhig. Nach dem deutlichen Preisanstieg in der Vorwoche verharrten die EUA-Preise nahezu unverändert und tendierten leicht schwächer. Die Notierungen bewegten sich in einer engen Spanne zwischen 75,65 und 76,89 EUR/t und liegen aktuell bei 76,20 EUR/t. Insgesamt dominiert eine abwartende Haltung, wobei das erreichte Preisniveau weiterhin stabilisierend auf den Strommarkt wirkt.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt deutet sich für morgen ein rückläufiges Preisniveau an. Die Windeinspeisung geht leicht zurück, während gleichzeitig eine gute PV-Erzeugung erwartet wird. Diese Kombination führt insbesondere in Deutschland zu einem Druck auf die Preise, es wurden heute auch negative Stunden auktioniert. Auch am Mittwoch dürfte sich ein ähnliches Bild zeigen, bevor gegen Ende der Woche die Windeinspeisung wieder zunimmt. Parallel stellt sich die Temperaturen im Wochenverlauf auf Normtemperatur ein.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 82,57 EUR/MWh
• Österreich: 101,91 EUR/MWh