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Terminmarkt
Der Stromterminmarkt zeigte sich zum Ende der Woche ausgesprochen ruhig. Vor dem langen Wochenende war kaum Handelsaktivität zu beobachten. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE bewegte sich in einer engen Handelsspanne zwischen 94,28 und 94,72 EUR/MWh und notierte zuletzt bei rund 94,50 EUR/MWh.
Das aktuelle Preisniveau dürfte zunächst auch zu Beginn der kommenden Woche Bestand haben. Für eine nachhaltige Richtungsbewegung benötigt der Markt neue Impulse. Diese könnten sowohl von geopolitischen Entwicklungen als auch von veränderten Wetterprognosen ausgehen. Entsprechend bleibt insbesondere die Eröffnung am Montag abzuwarten.
Erdgas und LNG
Auch am Erdgasmarkt verlief der Handel heute ruhig. Das Lieferjahr 2027 etablierte sich knapp oberhalb von 37 EUR/MWh und notierte zuletzt bei 37,22 EUR/MWh. Die geringe Tageshandelsspanne unterstreicht die momentan abwartende Marktstimmung.
Für die kommende Woche wird zunächst noch keine ausgeprägte Hitze erwartet. Einige Wettermodelle deuten jedoch ab dem kommenden Wochenende einen deutlicheren Temperaturanstieg an. Dies könnte den Gasbedarf für die Stromerzeugung erhöhen und dem Markt neue Unterstützung verleihen.
Besonders fest zeigt sich bereits das Monatsprodukt Juli, das oberhalb von 49 EUR/MWh und damit am oberen Ende des aktuellen Preiskorridors handelt. Das deutet darauf hin, dass kurzfristige Wetterrisiken und mögliche Nachfrageanstiege weiterhin mit einer Risikoprämie bewertet werden.
CO₂
Der CO₂ Markt zeigte sich heute volatil, jedoch ohne klare Richtungsbewegung. Der EUA Preis fiel zwischenzeitlich auf 76,52 EUR/t, erholte sich anschließend jedoch rasch und notierte zuletzt wieder bei 77,49 EUR/t.
Aufgrund der sehr geringen Handelsaktivität ist die heutige Bewegung nur begrenzt aussagekräftig. Über die gesamte Woche betrachtet bewegten sich die Emissionsrechte weitgehend seitwärts. Nach dem vorherigen Ausbruch aus der mehrwöchigen Handelsspanne bleibt der Markt grundsätzlich unterstützt. Das Tempo der Aufwärtsbewegung hat sich jedoch verlangsamt, da Marktteilnehmer die politischen Entwicklungen bewerten und auf neue richtungsweisende Impulse warten.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt führen höhere Wind und Photovoltaikeinspeisungen am morgigen Samstag zu einem leichten Rückgang der durchschnittlichen Preise. Gleichzeitig treten in beiden Marktgebieten leicht negative Viertelstundenpreise auf. Diese sind vor allem auf ein zeitweiliges Überangebot erneuerbarer Erzeugung bei der für das Wochenende typischerweise geringeren Stromnachfrage zurückzuführen.
In Deutschland liegt der niedrigste Viertelstundenpreis bei minus 0,06 EUR/MWh, während der höchste Preis 164,04 EUR/MWh erreicht. Daraus ergibt sich eine Viertelstundenpreisspanne von 164,10 EUR/MWh.
In Österreich fällt der niedrigste Viertelstundenpreis auf minus 0,07 EUR/MWh. Der höchste Preis liegt bei 154,95 EUR/MWh, womit sich eine Viertelstundenpreisspanne von 155,02 EUR/MWh ergibt.
Die leicht negativen Preise bleiben zeitlich begrenzt.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 88,42 EUR/MWh
Österreich: 82,02 EUR/MWh