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Der Handelstag
Der Handelstag - CO2 dämpft Abwärtsdruck

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
15.04.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute weitgehend seitwärts und bewegte sich stabil um das Niveau von 88 EUR/MWh. Nach einem leicht schwächeren Start bei 88,60 EUR/MWh gab der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE im Tagesverlauf moderat bis auf 88,04 EUR/MWh nach, konnte sich jedoch rasch stabilisieren und notierte zuletzt bei 88,40 EUR/MWh. Die geringe Abwärtsdynamik unterstreicht die aktuell abwartende Haltung im Markt. Belastende Impulse bleiben begrenzt, da insbesondere der CO₂ Markt stabilisierend wirkt und stärkere Rücksetzer verhindert. Insgesamt fehlt es weiterhin an klaren Richtungsimpulsen, sodass sich die Seitwärtsbewegung fortsetzt.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt setzte sich der Abwärtstrend der vergangenen Handelstage fort. Das Frontjahr 2027 bewegte sich im Tagesverlauf zwischen 34,05 und 34,60 EUR/MWh und notiert aktuell bei 34,30 EUR/MWh, nachdem der Handel bei 34,44 EUR/MWh eröffnet hatte. Haupttreiber bleibt die Entspannung bei den geopolitischen Risiken rund um die Straße von Hormuz sowie die Aussicht auf weitere diplomatische Fortschritte, was die Risikoprämien reduziert. Zusätzlich wirken mildere Temperaturprognosen sowie steigende Erwartungen an erneuerbare Einspeisung preisdämpfend. Auch kurzfristigere Kontrakte wie Mai 2026 stehen weiter unter Druck und geben kontinuierlich nach.
Der CO₂ Markt zeigte sich hingegen freundlich und verzeichnete den zweiten Handelstag in Folge Zugewinne. Nach einem Start bei 75,05 EUR/t bewegte sich der EUA Preis in einer engen Spanne und erreichte ein Tageshoch bei 74,78 EUR/t. Zuletzt notiert der Markt bei 74,45 EUR/t. Getrieben wird die Bewegung vor allem durch spekulative Käufe, gestützt durch eine insgesamt stabilere Stimmung an den Finanzmärkten sowie die Erwartung einer geopolitischen Entspannung. CO₂ wirkt damit weiterhin als stabilisierender Faktor für den Strommarkt.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigt sich für morgen ein weiterhin festes Preisniveau mit nur geringen Veränderungen gegenüber heute. Eine leicht steigende PV Einspeisung führt insbesondere in den Mittagsstunden zu moderatem Preisdruck, während die weiterhin deutlich unterdurchschnittliche Windeinspeisung das Gesamtniveau hoch hält. Erst zum Wochenende wird mit einer spürbaren Zunahme der Windproduktion gerechnet. Negative Stunden sind aktuell nicht zu erwarten. Die strukturell hohe Residuallast sorgt somit weiterhin für eine solide Unterstützung der Preise.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse: Deutschland 110,68 EUR/MWh und Österreich 112,50 EUR/MWh. Insgesamt bleibt der Spotmarkt klar fest, getragen von schwacher Windleistung und nur begrenzt entlastender Solarproduktion.