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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute zunächst seitwärts und bewegte sich am Vormittag stabil im Bereich um 88 EUR/MWh. Im weiteren Handelsverlauf setzte am Nachmittag jedoch eine deutliche Aufwärtsbewegung ein. Auslöser waren vor allem politische Meldungen sowie ein festerer Gasmarkt infolge neuer US Aussagen im geopolitischen Kontext. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE zog daraufhin spürbar an und erreichte im Tagesverlauf ein Hoch bei 89,35 EUR/MWh. Die Bewegung wird zusätzlich durch steigende CO₂ Preise unterstützt. Insgesamt ergibt sich ein konstruktives Marktbild mit weiterem Aufwärtspotenzial, sofern die fundamentalen Impulse bestehen bleiben.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt konnte der Abwärtstrend der vergangenen Handelswoche gestoppt werden. Der Kontrakt für das Lieferjahr 2027 bewegte sich am Vormittag zunächst seitwärts um 34,66 EUR/MWh, bevor am Nachmittag eine klare Aufwärtsdynamik einsetzte. Hintergrund sind erneut geopolitische Spannungen, nachdem die USA ihre Bereitschaft zu einer möglichen Eskalation im Konflikt mit Iran betont haben und gleichzeitig Maßnahmen zur Ausweitung der maritimen Kontrolle angekündigt wurden. Diese Entwicklungen erhöhen die Risikoprämie im Markt deutlich. In der Folge stieg der Preis bis auf 35 EUR/MWh an und schloss damit klar über dem Eröffnungsniveau von 34,22 EUR/MWh. Der Gasmarkt bleibt damit stark nachrichtengetrieben und kurzfristig volatil, zeigt jedoch wieder eine festere Tendenz.
Der CO₂ Markt startete zunächst seitwärts in den Handelstag und bewegte sich am Morgen um 74 EUR/t. Im Tagesverlauf setzte jedoch ebenfalls eine Aufwärtsbewegung ein, die den Preis auf 75,57 EUR/t ansteigen ließ. Damit wurde die psychologische Marke von 75 EUR/t überschritten. Unterstützung kam dabei von politischen Signalen wie der Diskussion um den Industriestrompreis sowie den Erwartungen rund um den CO₂ Grenzausgleichsmechanismus CBAM. Die Preisentwicklung zeigt eine klare Stabilisierung auf höherem Niveau, wobei entscheidend bleibt, ob sich der Markt nachhaltig oberhalb von 75 EUR/t etablieren kann.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigt sich für den morgigen Liefertag ein insgesamt festes Preisniveau. Die Windeinspeisung bleibt unterdurchschnittlich und stützt damit die Preise, während die Photovoltaikproduktion zur Mittagszeit zwar entlastet, jedoch nicht ausreicht, um das Gesamtangebot deutlich zu erhöhen. Erst zum Wochenende wird eine Erholung der Windproduktion in Richtung des langjährigen Durchschnitts erwartet. Entsprechend bleibt die Residuallast erhöht und die Preisstruktur insgesamt unterstützt. Negative Stunden sind aktuell nicht zu erwarten.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 104,65 EUR/MWh
• Österreich: 100,07 EUR/MWh