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Der Handelstag
Der Handelstag - Seitwärtsphase u. hoher Spot

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
13.04.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute nach einem starken Start in einer Seitwärtsbewegung. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE eröffnete unterhalb von 90 EUR/MWh bei 89,39 EUR/MWh, konnte im weiteren Verlauf jedoch deutlich zulegen und erreichte im Tageshoch 91,86 EUR/MWh. Anschließend ging der Markt in eine Seitwärtsrange über und notierte zuletzt bei rund 90,60 EUR/MWh. Die Nachrichtenlage bleibt diffus, was zu einer abwartenden Haltung der Marktteilnehmer führt. Strom folgt weiterhin eng den Vorgaben des Gasmarktes, eigene Impulse bleiben begrenzt. Mit zunehmender Dauer der aktuellen Siutation im Nahen Osten steigt jedoch das Potenzial für eine stärkere Preisbewegung.

Brennstoffe und CO₂
Am Ölmarkt setzte sich die Aufwärtsbewegung fort, mit Preisen oberhalb von 100 USD/bbl und einem aktuellen Niveau von rund 101,70 USD. Diese Entwicklung wirkt grundsätzlich unterstützend auf den Gasmarkt. Erdgas zeigte sich heute jedoch am kurzen Ende schwächer. Der Mai-Kontrakt eröffnete bei etwa 51 EUR/MWh und fiel im Tagesverlauf deutlich auf rund 47,20 EUR/MWh zurück. Belastend wirken vor allem milde Temperaturprognosen sowie saisonale Effekte durch den Frühling. Gleichzeitig bleiben die Nachfrageimpulse aus Asien und Europa bislang überschaubar. Dennoch steigen die Spotpreise in Asien bereits, was mittelfristig unterstützend wirken kann. Der längerfristige Kontrakt Cal 27 zeigte sich hingegen fester und stieg von 35,46 EUR/MWh im Tief bis auf 38,05 EUR/MWh im Hoch an, bevor er sich bei knapp über 37,36 EUR/MWh etablierte.
Der CO₂-Markt zeigte sich heute leicht schwächer. Nach einer Eröffnung bei 72,82 EUR/t gab der Preis im Tagesverlauf nach und fiel bis auf 71,70 EUR/t zurück. Zuletzt stabilisierte sich der Markt bei rund 72,22 EUR/t. Insgesamt bleibt das Niveau fundamental gestützt, auch wenn kurzfristig eine abwartende Haltung dominiert.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigt sich für morgen ein deutlich festeres Bild. Eine schwache Windeinspeisung sowie unterdurchschnittliche PV-Erzeugung über die gesamte Woche hinweg führen zu einer erhöhten Residuallast und treiben die Preise entsprechend nach oben. Die Day Ahead Preise steigen deutlich und spiegeln die angespannte Angebotssituation wider.  Insgesamt bleibt der kurzfristige Strommarkt klar fest mit weiterem Aufwärtspotenzial bei anhaltend schwacher Einspeisung aus erneuerbaren Energien.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 138,09 EUR/MWh
• Österreich: 141,49 EUR/MWh