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Der Handelstag
Der Handelstag - Terminmarkt folgt Öl

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
02.04.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute fester, jedoch bei insgesamt dünnem Handelsvolumen infolge des bevorstehenden Feiertags. Auslöser der Aufwärtsbewegung waren vor allem geopolitische Impulse: Aussagen aus den USA mit Blick auf eine Ausweitung der Iran-Aktivitäten sorgten für steigende Ölpreise und erhöhten die Risikoprämien. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE startete bereits im Plus in den Handelstag und stieg im Morgenhandel auf ein Tageshoch von rund 94 EUR/MWh. Im weiteren Verlauf setzte eine leichte Konsolidierung ein, bevor sich der Markt zunächst seitwärts um 93 EUR/MWh bewegte. Am Nachmittag zog der Kontrakt erneut an und notierte bei 93,65-93,80 EUR/MWh. Insgesamt bleibt der Terminmarkt klar von den Bewegungen im Gas- und Ölmarkt getrieben, während eigenständige Impulse aufgrund der geringen Liquidität ausbleiben.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigte sich heute zunächst ein fester Start, wobei der Frontmonat bis auf rund 41,20 EUR/MWh anzog. Im Anschluss kam es zu Gewinnmitnahmen und Positionsschließungen, wodurch der Markt im weiteren Vormittagsverlauf in eine ruhige Seitwärtsbewegung knapp oberhalb von 40 EUR/MWh überging. Erst am Nachmittag setzte erneut Aufwärtsdynamik ein, unterstützt durch die stark steigenden Ölpreise, sodass Gas wieder auf über 41,15 EUR/MWh zulegte. Fundamental bleibt die Lage angespannt: Niedrige Speicherstände von rund 28 % bei weiterhin laufenden Entnahmen sowie potenzielle Risiken für LNG-Flüsse erhöhen die strukturelle Anfälligkeit des Marktes und stützen das Preisniveau. Solange der Iran-Konflikt nicht gelöst ist, bleibt das Aufwärtspotenzial klar bestehen; Risikomodelle signalisieren dabei eindeutig eine asymmetrische Risikoverteilung mit Fokus auf steigende Preise.
Der CO₂-Markt zeigte sich hingegen deutlich schwächer. Bei sehr geringem Handelsvolumen setzte sich die Abwärtsbewegung der Vortage fort. Nach einem Start bei 74,85 EUR/t fiel der EUA-Preis im Tagesverlauf kontinuierlich und rutschte im Mittagshandel unter die 72 EUR/t. Am Nachmittag wurde mit rund 71,73 EUR/t ein neues Tagestief erreicht. Die Bewegung ist vor allem als technische Korrektur in einem illiquiden Marktumfeld zu werten.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt stehen die Preise für den morgigen Liefertag deutlich unter Druck. Hintergrund ist die Kombination aus feiertagsbedingt niedriger Nachfrage in Deutschland und einer gleichzeitig deutlich steigenden Windeinspeisung. Diese Angebotsausweitung führt zu einer spürbaren Entlastung der Residuallast und drückt die Preise. In Deutschland treten mehrere Viertelstunden mit sehr niedrigen Preisen auf, wobei der tiefste Wert bei 0 EUR/MWh liegt, jedoch keine negativen Stunden erreicht werden.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:


• Deutschland: 84,64 EUR/MWh
• Österreich: 103,64 EUR/MWh