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Der Handelstag
Der Handelstag - Ruhiger Markt mit Abwärtsdrift

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
31.03.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute in einer ruhigen Osterwoche insgesamt schwächer. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE gab im Tagesverlauf nach und handelte überwiegend im Bereich um 96 EUR/MWh, zwischenzeitlich auch unter der Marke, Tiefstwert aktuell 95,55 EUR/MWh. Damit wurde ein unteres technisches Unterstützungsniveau getestet. Strom folgte dabei klar den schwächeren Vorgaben aus dem Gasmarkt. Trotz der aktuellen Schwäche bleibt ein gewisses Aufwärtspotenzial bestehen, da eine nachhaltige Entspannung der fundamentalen Lage weiterhin nicht in Sicht ist.

Brennstoffe und CO₂
 

Am Gasmarkt stand heute das Lieferjahr 2027 im Fokus, das eine deutliche Korrektur nach unten verzeichnete und um rund 1 EUR/MWh auf aktuell etwa 42,80 EUR/MWh fiel. Besonders ausgeprägt war der Rückgang im Q3, das derzeit im Bereich von 52,75 bis 53 EUR/MWh handelt. Ausschlaggebend ist die Erwartung einer starken erneuerbaren Erzeugung, die den Einsatz von Gaskraftwerken reduziert. Die geringere Nachfrage wirkt gleichzeitig unterstützend auf die Speicherbefüllung und verstärkt den Preisdruck entlang der Kurve. Insgesamt zeigt sich der Gasmarkt kurzfristig schwächer. 
Der CO₂-Markt zeigte sich nach den jüngsten politischen Signalen wieder fester. Nachdem bestätigt wurde, dass keine größeren Eingriffe in das EU-ETS-System geplant sind, setzte sich eine stabile Aufwärtsbewegung durch. Die Preise handelten oberhalb von 72 EUR/t, am Nachmittag ging es dann auch in die Verlustzone und handelt nur mehr knapp über 72 EUR/t. 

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigt sich für morgen eine deutlich festere Preisentwicklung. Hintergrund ist eine Kombination aus unterdurchschnittlichen Temperaturen in Europa – rund 2 Grad unter der Norm – sowie einem markanten Rückgang der Windeinspeisung. Die erwartete geringere Windproduktion von nur vier Gigawatt in DE kann auch durch steigende PV-Einspeisung nicht kompensiert werden, wodurch die Residuallast deutlich anzieht und die Preise nach oben treibt. 
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:


• Deutschland: 144,21 EUR/MWh
• Österreich: 149,85 EUR/MWh