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Der Handelstag
Der Handelstag -Back and Forth

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
26.02.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute deutlich schwächer. In einem insgesamt angeschlagenen Marktumfeld reagierte der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE 2027 klar auf die nachgebenden Impulse von Erdgas und die zwischenzeitlich deutlich schwächeren CO₂-Preise, die im Tagesverlauf zunächst bis auf 69,60 EUR/t nachgaben. Das Marktgeschehen war dabei von einem ausgeprägten „Back-and-Forth“ geprägt. Der Cal 27 fiel zwischenzeitlich auf 78,40 EUR/MWh und markierte damit einen spürbaren Rücksetzer. Mit der temporären Stabilisierung und Erholung im CO₂-Markt – zeitweise wieder über 71 EUR/t – setzte auch im Strom eine Gegenbewegung ein. Am Nachmittag korrigierte der Terminmarkt nach oben und handelte wieder in Richtung 79 EUR/MWh.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt wird heute das zuvor dominierende Kälterisiko weiter abgebaut. Das Speicherthema bleibt zwar strukturell im Hintergrund präsent, verliert jedoch angesichts der aktuellen Temperaturprognosen an unmittelbarer Bedeutung. Die Modelle zeigen für März kaum noch nennenswertes Kältepotenzial für weite Teile Europas. Der März-Kontrakt bewegt sich kurz vor dem Auslaufen überwiegend seitwärts und korrigiert gegenüber gestern um rund 1 EUR/MWh. Das Frontjahr 2027 steht heute deutlicher unter Druck. Der Eröffnungspreis lag bei 26,93 EUR/MWh, im Tagesverlauf fiel der Kontrakt auf 26,42 EUR/MWh zurück. 

Der CO₂-Markt setzt heute die negative Tendenz fort und gibt einen Großteil der gestrigen Impulse wieder ab. Im Tagesverlauf testen die EUA-Preise die untere Begrenzung bei 69,60 EUR/t und markieren damit ein kurzfristiges Tief. Am Nachmittag kommt es zu einem leichten Aufwärtsimpuls: Der Preis steigt zeitweise über 71 EUR/t, kann dieses Niveau jedoch nicht nachhaltig halten und pendelt sich anschließend knapp unterhalb von 70,90 EUR/t ein. Insgesamt bleibt die Dynamik damit volatil, aber ohne klare Trendwende.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigt sich heute ein kräftiges Lebenszeichen der erneuerbaren Energien. Die Wind- und PV-Einspeisung steigt spürbar an und sorgt für deutlichen Preisdruck im Day-Ahead-Markt. In Deutschland nimmt die Onshore-Windleistung um rund 2 GW zu, zusätzlich steigt die PV-Einspeisung um etwa 1 GW. Das erhöhte Angebot drückt die Preise für den morgigen Liefertag merklich.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:


• Deutschland: 64,92 EUR/MWh
• Österreich: 70,03 EUR/MWh