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Der Handelstag
Der Handelstag - CO2 Preis im Tiefflug

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
12.02.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute deutlich schwächer. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE setzte seine Abwärtsbewegung fort und unterschritt im Tagesverlauf die psychologisch wichtige Marke von 80 EUR/MWh. Aktuell pendelt der Kontrakt seitwärts in einer Spanne zwischen 79,50 und 79,80 EUR/MWh. Das Handelsvolumen bleibt insgesamt überschaubar, was die Dynamik der Bewegung relativiert. Trotz des Rückgangs erscheint das kurzfristige Abwärtspotenzial begrenzt, zumal unterstützende Impulse vom Gasmarkt kommen. 

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt stehen die kurzfristigen Wetterprognosen weiterhin im Mittelpunkt. Diese ändern sich derzeit beinahe täglich, was zu erhöhter Unsicherheit führt. Das Frontjahr 27 notiert aktuell im Bereich von 26,50 bis 26,60 EUR/MWh und damit leicht im Minus bei insgesamt ruhigem Handel. Marktteilnehmer betonen, dass die weitere Preisentwicklung maßgeblich vom Temperaturverlauf abhängt. Das Abwärtspotenzial wird als begrenzt eingeschätzt, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Speicher- und Kältekonstellation. Der Frontmonat bewegt sich seitwärts um 32,50 EUR/MWh und liegt damit rund 1 EUR/MWh unter dem Eröffnungspreis.

Der CO₂-Markt verzeichnete eine deutliche Korrektur. Nach Kursen um 79 EUR/t kam es zu einem Rückgang bis auf 72,32 EUR/t. Am Nachmittag stabilisierte sich der EUA-Preis im Bereich von 73,50 EUR/t. Die Bewegung wurde durch Aussagen von BK Merz ausgelöst, der eine Änderung des CO2 Handelssystems fordert. Die weitere Entwicklung ist ungewiss.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigen sich die Preise für den morgigen Liefertag rückläufig. In Deutschland wirkt aktuell eine höhere Windeinspeisung preisdämpfend, nachdem zuvor niedrigere Windprognosen erwartet wurden. Zwar liegen die Temperaturen derzeit noch über der Norm, eine Veränderung der Wetterlage wird jedoch bereits in Aussicht gestellt. Ein Sturmtief sorgt kurzfristig für deutlich erhöhte Windproduktion und entlastet damit das Preisniveau.

Auch in Österreich wirken zusätzliche Niederschläge sowie eine verbesserte Windeinspeisung preisdrückend. Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:


• Deutschland: 104,54 EUR/MWh
• Österreich: 112,31 EUR/MWh