Terminmarkt
Am Terminmarkt kam es zum Ende des Handelstages zu einem deutlichen Preisanstieg. Der deutsche Leitkontrakt Phelix DE Cal 27 konnte sich klar über der Marke von 83 EUR/MWh etablieren und notierte zuletzt bei 83,24 EUR/MWh. Die Aufwärtsbewegung gewann insbesondere in den späten Handelsstunden an Dynamik und wurde maßgeblich durch den festen Gasmarkt gestützt.
Brennstoffe und CO₂
Der Gasmarkt zeigte sich heute sprunghaft fester. Vor allem der Jahreskontrakt legte deutlich zu und stieg über die Marke von 27 EUR/MWh. Auslöser waren erneute Risikoaufschläge, die das Marktumfeld insgesamt stützten und dem Strom-Terminmarkt zusätzlichen Auftrieb verliehen.
Der CO₂-Markt blieb erneut stark politisch geprägt. Nach dem deutlichen Preisverfall am Vortag – ausgelöst durch Berichte über Pläne der EU-Kommission zur Entlastung der Industrie sowie über eine mögliche Verlängerung der kostenlosen Zertifikatszuteilung über 2034 hinaus – überwog heute zunächst Zurückhaltung. Zwar setzte in den frühen Handelsstunden eine technische Erholung ein, die den EUA-Preis bis auf 79,37 EUR/t führte, diese Bewegung wurde jedoch rasch wieder abverkauft. In der Folge zeigte sich der Markt volatil, tendierte jedoch überwiegend seitwärts um die Marke von 77,20 EUR/t.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt bleibt das Preisniveau erhöht. Für die kommende Woche liegen die durchschnittlichen Preise in Deutschland bei etwa 114,20 EUR/MWh und in Österreich bei rund 124,30 EUR/MWh. Hintergrund ist erneut eine unterdurchschnittliche Windeinspeisung, die deutlich unter dem saisonalen Normalwert liegt. Für das Wochenende werden hingegen kaum Veränderungen erwartet.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
- Deutschland: 107,52 EUR/MWh
- Österreich: 113,83 EUR/MWh
Insgesamt zeigt sich der kurzfristige Strommarkt weiterhin fest, jedoch anfällig. Mit Blick auf die kommende Woche und die anstehende E-World in Essen ist der Markt potenziell sehr sensibel für Preisausschläge, da ein Großteil der europäischen Händlerinnen und Händler vor Ort ist und das Handelsvolumen entsprechend gering ausfallen dürfte.