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Der Handelstag
Der Handelstag - Cal 27 zieht an!

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
06.02.2026

Terminmarkt
Am Terminmarkt kam es zum Ende des Handelstages zu einem deutlichen Preisanstieg. Der deutsche Leitkontrakt Phelix DE Cal 27 konnte sich klar über der Marke von 83 EUR/MWh etablieren und notierte zuletzt bei 83,24 EUR/MWh. Die Aufwärtsbewegung gewann insbesondere in den späten Handelsstunden an Dynamik und wurde maßgeblich durch den festen Gasmarkt gestützt.

Brennstoffe und CO₂
Der Gasmarkt zeigte sich heute sprunghaft fester. Vor allem der Jahreskontrakt legte deutlich zu und stieg über die Marke von 27 EUR/MWh. Auslöser waren erneute Risikoaufschläge, die das Marktumfeld insgesamt stützten und dem Strom-Terminmarkt zusätzlichen Auftrieb verliehen.

Der CO₂-Markt blieb erneut stark politisch geprägt. Nach dem deutlichen Preisverfall am Vortag – ausgelöst durch Berichte über Pläne der EU-Kommission zur Entlastung der Industrie sowie über eine mögliche Verlängerung der kostenlosen Zertifikatszuteilung über 2034 hinaus – überwog heute zunächst Zurückhaltung. Zwar setzte in den frühen Handelsstunden eine technische Erholung ein, die den EUA-Preis bis auf 79,37 EUR/t führte, diese Bewegung wurde jedoch rasch wieder abverkauft. In der Folge zeigte sich der Markt volatil, tendierte jedoch überwiegend seitwärts um die Marke von 77,20 EUR/t.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt bleibt das Preisniveau erhöht. Für die kommende Woche liegen die durchschnittlichen Preise in Deutschland bei etwa 114,20 EUR/MWh und in Österreich bei rund 124,30 EUR/MWh. Hintergrund ist erneut eine unterdurchschnittliche Windeinspeisung, die deutlich unter dem saisonalen Normalwert liegt. Für das Wochenende werden hingegen kaum Veränderungen erwartet.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

  • Deutschland: 107,52 EUR/MWh
  • Österreich: 113,83 EUR/MWh

Insgesamt zeigt sich der kurzfristige Strommarkt weiterhin fest, jedoch anfällig. Mit Blick auf die kommende Woche und die anstehende E-World in Essen ist der Markt potenziell sehr sensibel für Preisausschläge, da ein Großteil der europäischen Händlerinnen und Händler vor Ort ist und das Handelsvolumen entsprechend gering ausfallen dürfte.