Terminmarkt
Der Terminmarkt präsentierte sich heute insgesamt ruhig bis leicht schwächer. Der deutsche Leitkontrakt Phelix DE Cal 27 bewegte sich seitwärts und notierte leicht unter dem gestrigen Abrechnungspreis. Aktuell liegt das Niveau bei rund 83,30 EUR/MWh, und somit am Nachmittag nur mehr knapp über dem Eröffnungskurs. Der Tageshöchstwert von 83,85 EUR/MWh am Morgen wurde sofort abgebaut. Insgesamt zeigt sich der Terminmarkt stabil, jedoch ohne klare neue Trendrichtung.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigten sich die Preise heute am Morgen wieder etwas fester. Danach kam eine Korrekur und der Jahreskontrakt bewegte sich im Bereich von 26,30 EUR/MWh. Auslöser am Morgen waren vor allem geopolitische Risiken, insbesondere Spannungen zwischen den USA und Iran rund um die Meldungen über den Abschuss einer mutmaßlichen iranischen Drohne. Fundamental bleibt das Marktbild jedoch eher preisdrückend: Die Temperaturentwicklung dürfte ab Mitte Februar an Bedeutung verlieren, wodurch wettergetriebene Aufwärtsrisiken vorerst begrenzt erscheinen.
Der CO₂-Markt konnte sich nach der jüngsten Korrektur leicht erholen. Die EUA-Preise testeten erneut die 83-EUR/t-Marke und handelten zeitweise darüber. Unterstützt wurde die Bewegung durch eine breite Erholung an den Aktien- und Metallmärkten sowie durch anhaltende Käufe von Fonds, die ihre Positionen im EU-ETS wieder aufbauten.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt bleibt das Umfeld angespannt. Für den morgigen Liefertag wird ein deutlicher Rückgang der erneuerbaren Einspeisung erwartet. Die durchschnittliche Winderzeugung sinkt im Schnitt um 3 GW, auch die PV Einspeisung geht merklich zurück.
Die Temperaturen in Deutschland steigen zwar leicht, bleiben mit durchschnittlich -0,3 °C jedoch weiterhin 1,9 °C unter dem saisonalen Normalwert. In Frankreich, wo Strom stark für Heizzwecke genutzt wird, werden Temperaturen von rund 8 °C erwartet, was zwar milder ist, aber die Nachfrage dennoch hoch hält.
- Deutschland: 110,54 EUR/MWh
- Österreich: 131,44 EUR/MWh