Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich auch heute weiterhin ruhig und ohne klare Richtungsentscheidung. Der deutsche Leitkontrakt Phelix DE Cal 27 testete im Tagesverlauf erneut die untere Begrenzung des bestehenden Trendkanals. Das Tagestief lag bei 83,50 EUR/MWh, womit der niedrigste Stand der laufenden Bewegung markiert wurde. Anschließend setzte eine Stabilisierung ein, der Kontrakt pendelte seitwärts um 83,90 EUR/MWh. Insgesamt bleibt das Potenzial sowohl nach oben als auch nach unten aktuell begrenzt. Von den vorgelagerten Märkten gingen kaum neue Impulse aus, entsprechend dominierten technische Faktoren und eine abwartende Haltung der Marktteilnehmer.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt setzte sich der am Wochenbeginn begonnene Abverkauf fort. Ausschlaggebend ist eine zunehmend mildere Witterung in der kommenden Zeit, wodurch sich die zuvor wettergetriebene Risikoprämie weiter abbaut. Marktseitig wird von einem Mix aus nachlassender Kälte in Europa, Asien und den USA ausgegangen. Geopolitische Verwerfungen spielen derzeit keine Rolle; insbesondere der Iran-USA-Konflikt wird aktuell ausgeblendet. Entsprechend überwiegt kurzfristig der Abwärtsdruck.
Das Lieferjahr 2027 bewegte sich weiterhin um die Marke von 26 EUR/MWh. Die untere Begrenzung wurde getestet, hielt jedoch stand, was auf eine erste technische Unterstützung hindeutet.
Der CO₂-Markt präsentierte sich seitwärts. Der EUA Dez 26 versuchte im Tagesverlauf mehrfach, die Marke von 84,20 EUR/t zu überwinden, konnte sich darüber jedoch nicht nachhaltig etablieren. Insgesamt dominiert Abwarten. Die morgen anstehenden Börsendaten dürften zeigen, wie größere Investoren den Markt aktuell positionieren. Bis dahin bleibt eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung auf dem aktuellen Niveau wahrscheinlich.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt drehten die Vorzeichen. Mit nachlassender Windeinspeisung stiegen die Preise wieder an. In Deutschland führte die höhere Residuallast zu klar festeren Notierungen, während Österreich ebenfalls zulegte.
Wetterseitig bleibt die Lage zweigeteilt. Während sich in Zentraleuropa eine Abschwächung der Windverhältnisse bemerkbar macht, steht Osteuropa in den kommenden Tagen vor einer Phase extremer Kälte. Insgesamt bleibt der Spotmarkt wettergetrieben und entsprechend volatil.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 102,95 EUR/MWh
Österreich: 133,69 EUR/MWh