Diese Seite verwendet Cookies um die Nutzererfahrung zu ermöglichen und zu verbessern. Details dazu und zum Datenschutz finden Sie hier

Der Handelstag
Der Handelstag - Preise unter Druck

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
02.02.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich zum Wochenauftakt insgesamt ruhig und ohne klare Richtungsentscheidung. Der deutsche Leitkontrakt Phelix DE Cal 27 bewegte sich in einer engen Seitwärtsrange und tendierte leicht schwächer. Nach einer negativen Markteröffnung stabilisierte sich der Kontrakt im weiteren Verlauf innerhalb eines Seitwärtskanals zwischen 83,55 und 84,14 EUR/MWh. Die Marktteilnehmer agierten überwiegend abwartend, nachdem es in der Vorwoche zu einer breiten Korrektur über nahezu alle Commodities hinweg gekommen war. Entsprechend fehlt es derzeit an neuen Impulsen für eine nachhaltige Trendbewegung.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt setzte sich die schwächere Tendenz fort. Sowohl das Frontjahr als auch der Frontmonat standen unter Druck. Die Versorgungslage gilt weiterhin als gut, gleichzeitig bleiben zahlreiche Unsicherheitsfaktoren bestehen. Die EU-Gasspeicher waren zuletzt zu 41,13 % gefüllt und liegen damit auf dem niedrigsten Niveau für diese Jahreszeit seit 2022. Der Frontmonat März verzeichnete im Zuge des Monatswechsels eine deutliche Korrektur und notierte zuletzt im Bereich von rund 35 EUR/MWh. Insgesamt bleibt Gas kurzfristig belastet, fundamental jedoch aufmerksam beobachtet.

Der CO₂-Markt startete schwach in die Woche. Der EUA Dez 26 eröffnete deutlich im Minus, korrigierte jedoch rasch und stieg im Tagesverlauf auf rund 83,30 EUR/t an. Anschließend stellte sich eine seitwärts gerichtete Stabilisierung im Bereich von 82 bis 83 EUR/t ein. Der Markt bleibt technisch angeschlagen, zeigt aber erste Anzeichen einer Bodenbildung.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt präsentierte sich ein deutlich anderes Bild. In Deutschland sorgte eine kräftige Windeinspeisung für spürbaren Preisdruck. In Österreich wirkte die Winddämpfung weniger stark, gleichzeitig fehlten wesentliche Beiträge aus der Wasserkraft.

Wetterseitig liegen die Temperaturen in Deutschland klar unter dem saisonalen Mittel, während Frankreich langsam wieder über Norm tendiert. Eine ausgeprägte Windfront zieht derzeit über weite Teile Europas und prägt das kurzfristige Marktgeschehen maßgeblich.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

  • Deutschland: 98,48 EUR/MWh
  • Österreich: 131,73 EUR/MWh