Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich über weite Strecken des Tages weiterhin von einer ausgeprägten Seitwärtsbewegung geprägt. Der deutsche Leitkontrakt Phelix DE Cal 27 bewegte sich zunächst stabil um die Marke von rund 85,00 EUR/MWh. Am Nachmittag setzte jedoch ein deutlicher Aufwärtsimpuls ein, ausgelöst durch anziehende Gaspreise. In der Folge zog der Kontrakt spürbar an und erreichte zuletzt ein Niveau von 86,30 EUR/MWh.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigte sich das Frontjahr deutlich fester. Getrieben von einer kräftigen Marktreaktion im Zuge geopolitischer Unsicherheiten zog der Kontrakt spürbar an und stieg bis auf 27,47 EUR/MWh. Insbesondere die Entwicklungen im Nahen Osten sorgten für eine erhöhte Risikoprämie und stützten die Preise trotz insgesamt entspannterer Wetterperspektiven. Daher stieg der Jahreskontrakt stärker.
Der CO₂-Markt präsentierte sich schwächer. Die EUA-Preise setzten ihre Korrektur fort und fielen unter die Marke von 84 EUR/t, bevor sich eine seitwärts gerichtete Stabilisierung einstellte. Belastend wirken vor allem die Unsicherheiten rund um die US-Wirtschaftspolitik, die aktuell ein zentrales Fragezeichen für die globalen Märkte darstellt. Zudem beeinflusst der zuletzt schwächere US-Dollar die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Exporteure, was sich indirekt auch auf die Nachfrageerwartungen auswirkt.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeichnet sich für den morgigen Liefertag ein gemischtes Bild ab. Die Einspeisung aus Wind- und Solarenergie liegt leicht unter dem heutigen Niveau, bleibt jedoch insgesamt etwas höher als zuletzt erwartet. Demgegenüber steht eine deutlich höhere Nachfrage: In Deutschland wird ein Nachfrageanstieg von rund 5 GW prognostiziert. Zusätzlich liegen die Temperaturen in allen betrachteten Ländern unter dem saisonalen Durchschnitt.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
- Deutschland: 113,69 EUR/MWh
- Österreich: 135,20 EUR/MWh