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Der Handelstag
p2m daily: Gas und Strom rutschen weiter ab

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 

von Andreas Forster
04.11.2026

Terminmarkt

Der Stromterminmarkt setzt seine Korrektur heute fort. Der deutsche Cal 27 notiert bei 143,51 EUR/MWh und liegt damit rund 4 Prozent unter dem Vortagesschluss von 149,53 EUR/MWh. Nach einem schwachen Handelsstart beschleunigte sich die Abwärtsbewegung bis auf 142,77 EUR/MWh, bevor eine leichte Stabilisierung einsetzte. Belastend wirkt insbesondere die Schwäche am Gasmarkt. Technisch bleibt das Bild angeschlagen: Nach dem Bruch der Unterstützung bei 145 EUR/MWh ist die Zone um 142 EUR/MWh entscheidend. Die hohen Spotpreise wirken derzeit stabilisierend und begrenzen das weitere Abwärtspotenzial.

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt werden geopolitische Risikoprämien zunehmend abgebaut. Der TTF Cal 27 fällt auf 67,50 EUR/MWh, nachdem der Kontrakt am Vortag noch bei 72,20 EUR/MWh geschlossen hatte. Auch der Frontmonat korrigiert deutlich auf 87,80 EUR/MWh. Das Dezemberprodukt fällt damit erstmals wieder unter 90 EUR/MWh, während der Spotpreis mit rund 97,50 EUR/MWh weiterhin deutlich höher liegt. Neben der nachlassenden geopolitischen Nervosität wirken die aktuellen Wetterprognosen entlastend. Eine ausgeprägte Kältewelle ist derzeit nicht absehbar, zudem erhalten diplomatische Bemühungen im Nahostkonflikt zunehmend mehr Gewicht als die jüngsten militärischen Eskalationen. Im Bereich von 68 bis 70 EUR/MWh besteht allerdings weiterhin Kaufinteresse. Insgesamt bleibt der Markt volatil, eine klare neue Richtung ist derzeit nicht erkennbar.

CO₂

Der CO₂ Markt behauptet sich trotz der Schwäche bei Strom und Gas oberhalb von 90 EUR/t. Der EUA Dezember 2026 notiert aktuell bei rund 90,43 EUR/t und bewegt sich innerhalb einer engen Handelsspanne zwischen 90,14 und 91,00 EUR/t. Bei überschaubarem Handelsvolumen dominiert eine abwartende Haltung. Gleichzeitig positionieren sich Finanzinvestoren zunehmend auf steigende Preise und sorgen damit für zusätzliche Unterstützung. 

Spotmarkt und Allgemeines

In Deutschland erreicht der Basepreis 257,38 EUR/MWh. Die Viertelstundenpreise bewegen sich zwischen 192,13 und 352,51 EUR/MWh, was einer Spanne von 160,38 EUR/MWh entspricht. Die zunehmende Hochdrucklage bringt zwar etwas mehr Photovoltaikproduktion, gleichzeitig nimmt die Windeinspeisung jedoch ab. Die Spotpreise werden trotz zusätzlicher Solarerzeugung gestützt. Für die kommenden zwei Tage wird zunächst noch etwas mehr Wind erwartet, bevor die Einspeisung anschließend deutlicher zurückgeht.

In Österreich bleibt das Preisniveau nochmals höher. Der Basepreis erreicht 307,66 EUR/MWh, während der Peakpreis bei 307,19 EUR/MWh liegt. Die Handelsspanne reicht von 222,32 bis 380,08 EUR/MWh und beträgt damit 157,76 EUR/MWh.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

Deutschland: 257,38 EUR/MWh

Österreich: 307,66 EUR/MWh