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Terminmarkt
Der Stromterminmarkt zeigt eine deutliche Gegenbewegung zum Vortag. Cal 27 steigt von 143,00 EUR/MWh auf aktuell 148,14 EUR/MWh und erreichte zwischenzeitlich 148,50 EUR/MWh. Der Anstieg wird insbesondere durch den Gasmarkt getragen. Gleichzeitig stützen die hohen Spotpreise die kurzfristigen Stromprodukte. Das Dezemberprodukt handelt bereits bei rund 204 EUR/MWh. Die hohe Volatilität unterstreicht, wie stark der Markt derzeit auf Nachrichten reagiert. Wetterprognosen und geopolitische Entwicklungen bleiben die entscheidenden Einflussfaktoren. Eine nachhaltige Stabilisierung ist angesichts der ausgeprägten Unsicherheit derzeit schwer einzuschätzen.
Erdgas und LNG
Der Gasmarkt dreht deutlich nach oben. Neben der kälteren Witterung sorgt insbesondere der Brand auf der norwegischen Plattform Visund für zusätzliche Unsicherheit. Der Ausfall wird auf rund 12 bis 15 Mio. Kubikmeter Gas pro Tag geschätzt. Die Plattform ist für die norwegische Förderung relevant, jedoch kein systemkritischer Schlüsselstandort. Zusammen mit den niedrigen europäischen Speicherständen von aktuell 74,1 Prozent verstärkt der Ausfall die ohnehin angespannte Versorgungslage. Cal 27 steigt von 66,20 EUR/MWh auf aktuell 70,65 EUR/MWh. Der Frontmonat notiert bereits bei 89,73 EUR/MWh, während das Dezemberprodukt von 85,32 EUR/MWh auf rund 89,50 EUR/MWh zulegt.
CO₂
Der EUA Dez 26 hält sich trotz leicht angebotsfreundlicher bis neutraler Signale aus Brüssel weiterhin oberhalb von 90 EUR/t. Der Kontrakt notiert aktuell bei rund 90,30 EUR/t, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 89,74 EUR/t zurückgefallen war. Neue politische Impulse für eine stärkere Verknappung der Zertifikate bleiben bislang aus. Der jüngste Preisanstieg ist daher vor allem auf verstärkte Absicherungskäufe zum Jahresende zurückzuführen. Die Marke von 90 EUR/t bleibt kurzfristig die zentrale Orientierung. Trotz der politischen Zurückhaltung zeigt sich der Markt weiterhin bemerkenswert robust.
Spotmarkt und Allgemeines
Der deutsche Baseload erreicht 275,64 EUR/MWh, in Österreich liegt er sogar bei 299,13 EUR/MWh. Ausschlaggebend ist die weiterhin sehr geringe Einspeisung aus erneuerbaren Energien. Die deutsche PV Erzeugung erreicht mittags lediglich einen Spitzenwert von rund 23 GW, während die Windleistung im Tagesverlauf zwischen etwa 8,5 und 20 GW schwankt.
In Deutschland bewegen sich die Day Ahead Preise zwischen 220,07 und 368,98 EUR/MWh. Die Preisspanne beträgt damit 148,91 EUR/MWh. Österreich weist mit 235,23 bis 386,70 EUR/MWh ein nochmals höheres Preisniveau auf. Die Spanne beträgt dort 151,47 EUR/MWh.
Abschluss
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 257,38 EUR/MWh
Österreich: 299,13 EUR/MWh