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Terminmarkt
Der Stromterminmarkt startet deutlich schwächer in die neue Handelswoche. Der deutsche Cal 27 fällt auf 154,65 EUR/MWh und notiert damit rund 5,7 Prozent unter dem letzten Schlusskurs von 164,06 EUR/MWh. Ausschlaggebend ist vor allem die Schwäche am Gasmarkt. Der positive CO₂ Handel kann den Abwärtsdruck kaum ausgleichen. Nach den kräftigen Anstiegen der vergangenen Tage setzt eine überfällige Korrektur ein. Technisch bleibt der Markt unter 156 EUR/MWh angeschlagen. Ein erneuter Test der Unterstützung bei 154,50 EUR/MWh ist möglich. Bei einem nachhaltigen Bruch drohen weitere Rückgänge in Richtung 152 EUR/MWh. Das verbleibende Abwärtspotenzial erscheint zunächst jedoch begrenzt.
Erdgas und LNG
Der Gasmarkt korrigiert zum Wochenauftakt deutlich. Das Lieferjahr 2027 fällt auf 75,75 EUR/MWh, nachdem es am Freitag bei dünner Liquidität noch bis auf 81,24 EUR/MWh gestiegen war. Der Frontmonat notiert bei rund 95,03 EUR/MWh. Für Entlastung sorgen Signale aus der US Politik, wonach Präsident Trump im Konflikt mit dem Iran auf Diplomatie setzt. Zusätzlich haben sich die Wetterprognosen verändert. Eine ausgeprägte Kältewelle ist derzeit nicht absehbar, wodurch der erwartete Heizbedarf sinkt. Zugleich rückt die grundsätzlich solide europäische Versorgungslage wieder stärker in den Fokus. Voraussetzung bleibt, dass es zu keinen größeren Lieferunterbrechungen aus den USA kommt.
CO₂
Der CO₂ Markt zeigt sich vergleichsweise robust und testet erneut die Marke von 90 EUR/t. Der EUA Dezember 2026 notiert bei rund 90,23 EUR/t und liegt damit über dem letzten Schlusskurs von 89,09 EUR/t. Trotz der Schwäche bei Strom und Gas bleibt der Markt gut unterstützt. Oberhalb von 89,50 EUR/t ist das technische Bild weiterhin aufwärtsgerichtet. Ein erneuter Test von 90,50 EUR/t erscheint möglich. Scheitert der Markt dort, ist zunächst eine Konsolidierung zwischen 89,00 und 90,50 EUR/t zu erwarten. Ein Rückfall unter 89 EUR/t würde das Risiko einer stärkeren Korrektur erhöhen.
Spotmarkt und Allgemeines
In Deutschland liegt der Basepreis bei 252,85 EUR/MWh, der Peakpreis bei 265,33 EUR/MWh. Die Preise reichen von 229,90 bis 309,16 EUR/MWh, was einer Viertelstundenspanne von 79,26 EUR/MWh entspricht. Eine leicht zunehmende Windeinspeisung, insbesondere in den Nachtstunden, sorgt für eine gewisse Entlastung. Auch die Photovoltaikproduktion nimmt geringfügig zu, bleibt jedoch auf niedrigem Niveau.
In Österreich liegt der Basepreis bei 297,69 EUR/MWh und damit 44,84 EUR/MWh über Deutschland. Der Peakpreis erreicht 327,60 EUR/MWh. Bei einem Maximum von 345,42 EUR/MWh und einem Minimum von 232,00 EUR/MWh ergibt sich eine Viertelstundenspanne von 113,42 EUR/MWh.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 252,85 EUR/MWh
Österreich: 297,69 EUR/MWh