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Der Handelstag
p2m daily: Gegenbewegung nach Iran-Hoch

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 

von Andreas Forster
03.11.2026

Terminmarkt

Der Stromterminmarkt startete heute nach Meldungen über Bombardements im Iran zunächst fester, konnte die Gewinne jedoch nicht nachhaltig ausbauen. Der deutsche Cal 27 notiert aktuell bei 148,80 EUR/MWh und damit unter dem Vortagesschluss von 152,85 EUR/MWh. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch bei 159,25 EUR/MWh setzte eine deutliche Gegenbewegung ein. Strom folgt weiterhin den Impulsen des Gasmarktes. Gleichzeitig stabilisieren der feste CO₂ Markt und das hohe Spotpreisniveau die Preise entlang der Terminmarktkurve und begrenzen das Abwärtspotenzial.

Erdgas und LNG

Der Gasmarkt reagierte am Morgen deutlich auf die Bombardements im Iran. Der Liefermonat Dezember legte zeitweise rund 5 EUR/MWh zu, während auch das Lieferjahr 2027 kräftig anzog. Im weiteren Tagesverlauf setzte jedoch eine Gegenbewegung ein. Cal 27 notiert aktuell bei 71,43 EUR/MWh, der Frontmonat bei 90,89 EUR/MWh. Die hohe Volatilität verdeutlicht die ausgeprägte geopolitische Risikoprämie. Gleichzeitig bleiben die europäischen Gasspeicher mit Füllständen unter dem langjährigen Durchschnitt ein Belastungsfaktor. Entlastend wirkt die aktuell gute Versorgungslage, wobei die USA ihre LNG Lieferungen derzeit verstärkt nach Europa lenken. Eine weitere Eskalation im Iran könnte dennoch jederzeit neue und deutliche Preisspitzen auslösen. Der Gasmarkt bleibt damit ausgesprochen anfällig für kurzfristige Richtungswechsel.

CO₂

Der CO₂ Markt behauptet sich auf hohem Niveau. Der EUA Dezember 2026 notiert aktuell bei rund 90,25 EUR/t und bleibt damit oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 90 EUR/t. Die Nachfrage zum Jahresende sowie das Interesse finanzieller Investoren unterstützen die Preisentwicklung. Zusätzlich wirkt der feste Energiekomplex stabilisierend. Insgesamt bleibt die Tendenz aufwärtsgerichtet, auch wenn nach den jüngsten Anstiegen kurzfristige Konsolidierungen möglich sind.

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt bleibt das Preisniveau für morgen, den 4. November, außergewöhnlich hoch. In Deutschland liegt der Basepreis bei 248,99 EUR/MWh, der Peakpreis bei 265,20 EUR/MWh. Trotz einer zunehmenden Windeinspeisung, die in der Spitze rund 21 GW erreichen soll, bleibt die Entlastung begrenzt. Die Viertelstundenpreise bewegen sich zwischen 198,99 und 321,45 EUR/MWh, was einer Spanne von 122,46 EUR/MWh entspricht.

In Österreich bleibt die Versorgungssituation deutlich angespannter. Der Basepreis erreicht 298,13 EUR/MWh, während der Peakpreis bei 313,16 EUR/MWh liegt. Bei einem Maximum von 360,55 EUR/MWh und einem Minimum von 236,53 EUR/MWh ergibt sich eine Viertelstundenspanne von 124,02 EUR/MWh. Geringe Windproduktion, kaum verfügbare Photovoltaik und eine schwache Wasserkraftproduktion sorgen weiterhin für ein hohes Preisniveau. 

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

Deutschland: 248,99 EUR/MWh

Österreich: 298,13 EUR/MWh