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Der Handelstag
Hurrikanrisiko nimmt ab
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
13.10.2026

Terminmarkt

Der deutsche Strom Base Cal 27 zeigt sich nach einem dynamischen Handelsstart in einer deutlichen Konsolidierung. Nach einem Tageshoch bei rund 145,07 EUR/MWh ließ der Kaufdruck nach. Zuletzt notierte der Kontrakt bei 144,55 EUR/MWh. Die Handelsspanne zwischen 142,40 und 145,07 EUR/MWh verdeutlicht die erhöhte Volatilität. Das kurzfristige Momentum ist angeschlagen, ein nachhaltiger Abwärtstrend jedoch noch nicht bestätigt. Der Markt bleibt abwartend.

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt sorgt das geopolitische Umfeld weiterhin für eine hohe Risikoprämie. Ein kurzfristiger Kälteeinbruch stützt insbesondere den Spotmarkt und das Novemberprodukt. Gleichzeitig deuten die Prognosen für die kommenden Wochen auf wieder wärmere Temperaturen hin, was den Nachfrageanstieg begrenzen könnte. Auch das unmittelbare Hurrikanrisiko für die US-Energieversorgung nimmt ab. Für Europa bleibt entscheidend, wie schnell die Offshore-Förderung in den USA vollständig zurückkehrt und ob Schäden an der LNG Exportinfrastruktur auftreten. Der TTF Cal 27 notiert bei 68,05 EUR/MWh und nähert sich damit erneut der psychologisch wichtigen Marke von 68 EUR/MWh. Ein nachhaltiger Anstieg darüber könnte die Aufwärtsbewegung verstärken.

CO₂

Der EUA Dezember 2026 bleibt kurzfristig gut unterstützt. Der Kontrakt notiert bei rund 88,45 EUR/t und bewegte sich im Tagesverlauf zwischen 87,04 und 88,53 EUR/t. Steigende Energiepreise sowie die Unsicherheit über die weitere Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels stützen die Marktstimmung. Die Marke von 88 EUR/t bleibt ein wichtiger Orientierungspunkt. Ein Ausbruch über das bisherige Hoch bei 88,82 EUR/t könnte die psychologisch relevante Schwelle von 90 EUR/t in den Fokus rücken. Rücksetzer in Richtung 87 EUR/t bleiben jedoch möglich. 

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt steigen die Preise für Mittwoch, den 14. Oktober 2026, erneut deutlich an. In Deutschland liegt der Day-Ahead-Baseload bei 178,99 EUR/MWh. Die sinkende Windeinspeisung reduziert das Angebot aus erneuerbaren Energien und erhöht den Bedarf an konventioneller Erzeugung. Zusätzlich exportiert Frankreich derzeit nur geringe Strommengen, wodurch die Versorgungssituation in der Region weniger Entlastung erhält.

In Österreich liegt der Baseload-Preis mit 223,28 EUR/MWh nochmals deutlich höher. Die Preisspanne reicht in Deutschland von 87,55 bis 303,42 EUR/MWh, in Österreich von 157,46 bis 343,00 EUR/MWh. Die hohen Maximalpreise verdeutlichen die zeitweise angespannte Angebotslage. Der Spread zwischen dem höchsten und niedrigsten Preis beträgt in Deutschland 215,87 EUR/MWh und in Österreich 185,54 EUR/MWh. 

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 178,99 EUR/MWh 

• Österreich: 223,28 EUR/MWh