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Terminmarkt
Der Stromterminmarkt verzeichnet zum Wochenausklang einen ruhigen Handel. Der Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE notiert aktuell bei 139,12 EUR/MWh. Nach einem Handelsbeginn oberhalb von 138 EUR/MWh geriet der Kontrakt zunächst unter Verkaufsdruck und fiel bis auf 136,61 EUR/MWh zurück. Die anschließende Stabilisierung deutet auf eine Konsolidierung hin. Ein nachhaltiger Richtungswechsel ist bislang nicht erkennbar. Insgesamt bleibt der Terminmarkt trotz der heutigen Schwankungen auf hohem Niveau, wobei die weitere Entwicklung maßgeblich von den Gaspreisen und den Wetterprognosen abhängt.
Erdgas und LNG
Der Gasmarkt gibt zum Wochenende erneut nach. Der Lieferjahrgang 2027 notiert bei 63,65 EUR/MWh. Im Tagesverlauf bewegte sich der Markt zwischen 62,75 und 63,75 EUR/MWh. Die von US-Präsident Trump gemeldeten positiven Friedensgespräche mit dem Iran können zwar die geopolitische Risikoprämie reduzieren, sollten aktuell jedoch nicht überbewertet werden. Die Reaktion am Ölmarkt, an dem Brent nach entsprechenden Meldungen rund 2 USD je Barrel nachgab, zeigt den Einfluss solcher Nachrichten auf die kurzfristige Preisbildung. Für den europäischen Gasmarkt sind derzeit allerdings die Wetterprognosen entscheidender: Für die kommenden zwei Wochen werden milde Temperaturen und eine hohe Windeinspeisung erwartet. Das reduziert die erwartete Gasverstromung und wirkt preisdämpfend. Damit bleibt der kurzfristige Ausblick für Gas eher schwach, solange sich die Wetterprognosen nicht wesentlich verändern.
CO₂
Der EUA Dez 26 Kontrakt zeigt sich bei rund 80,11 EUR/t deutlich schwächer als noch im Verlauf der vergangenen Handelstage. In den aktuellen Marktdaten ist allerdings eine volatile Seitwärtsbewegung mit zwischenzeitlichen Preisspitzen dokumentiert: Nach einem Anstieg bis in den Bereich von 87,43 EUR/t folgte eine Korrektur, bevor sich der Markt wieder stabilisierte. Solange kein nachhaltiger Ausbruch über die jüngsten Widerstände gelingt, fehlt ein bestätigtes neues Kaufsignal. Ein Ausbruch über diese Marke könnte dagegen neue Impulse für den CO₂-Terminmarkt setzen.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt für morgen, Samstag, 10. Oktober 2026, zeigt sich eine deutliche Preisdifferenz zwischen Deutschland und Österreich. Deutschland profitiert von einer kräftigen Windfront mit einer Einspeisung von zeitweise nahezu 50 GW. Zusammen mit der hohen PV-Erzeugung zur Mittagszeit führt dies zu einem deutlichen Preisrückgang. Der deutsche Baseload liegt bei 51,08 EUR/MWh, die Preise bewegen sich zwischen minus 0,01 und 174,01 EUR/MWh.
Damit tritt in Deutschland eine leicht negative Viertelstunde auf. Der Tiefstpreis von minus 0,01 EUR/MWh ist Ausdruck eines kurzfristigen Angebotsüberschusses bei hoher erneuerbarer Einspeisung und begrenzter Nachfrage. Die gesamte Preisspanne zwischen dem niedrigsten und höchsten Viertelstundenpreis beträgt 174,02 EUR/MWh. Bis Montagmorgen dürfte die Windleistung zunächst wieder abnehmen, während die PV Erzeugung weiterhin für niedrige Preise zur Mittagszeit sorgt.
Österreich bleibt dagegen deutlich teurer. Der Baseload erreicht 207,33 EUR/MWh, bei einer Preisspanne von 144,93 bis 254,90 EUR/MWh. Die eingeschränkte Wasserkraftverfügbarkeit und der geringere Ausbau der Windenergie begrenzen dort die preisdämpfende Wirkung erneuerbarer Erzeugung. Erst für Sonntag wird eine spürbarere Entspannung erwartet.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 51,08 EUR/MWh
• Österreich: 207,33 EUR/MWh