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Der Handelstag
Hurrikansaison rückt stärker in den Fokus
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
08.10.2026

Terminmarkt

Der Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE notiert aktuell bei 138,27 EUR/MWh und damit nach dem gestrigen Anstieg weiterhin auf hohem Niveau. Ausgehend von 136,00 EUR/MWh stieg der Kontrakt zunächst bis auf 139,00 EUR/MWh, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Die Ablehnung der Preise nahe 139 EUR/MWh spricht kurzfristig für eine Konsolidierung. Gas bleibt der zentrale Impulsgeber, wird heute jedoch zusätzlich durch CO₂ unterstützt. Technisch bleibt der Bereich um 139 EUR/MWh der entscheidende Widerstand.

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt bleibt die Risikoprämie hoch. Der Lieferjahrgang 2027 notiert bei 64,28 EUR/MWh, nachdem im Tagesverlauf 64,74 EUR/MWh erreicht wurden. Erstmals in dieser Hurrikansaison rückt eine mögliche Belastung der LNG-Infrastruktur stärker in den Fokus. Mögliche Unterbrechungen werden bereits eingepreist. Gleichzeitig bleiben die norwegischen Lieferungen leicht reduziert, wobei hier kurzfristig eine Normalisierung erwartet wird. Zusätzlich stützt der geopolitische Konflikt im Nahen Osten den Markt. Auf kurze Sicht sorgen auch sinkende Temperaturen für eine höhere Gasnachfrage. 

CO₂

Der EUA Dez 26 Kontrakt steigt im Windschatten des festen Energiekomplexes auf rund 86,13 EUR/t. Im Tagesverlauf wurde mit 86,46 EUR/t die Widerstandszone oberhalb von 86 EUR/t getestet, ein nachhaltiger Ausbruch gelang bislang jedoch nicht. Sollte der Markt heute oder morgen dauerhaft über 86 EUR/t steigen, würde sich das technische Bild deutlich aufhellen und ein neuer Aufwärtstrend könnte entstehen. Aktuell bleibt der Markt damit unmittelbar an einer wichtigen technischen Entscheidungsschwelle.

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt für morgen, Freitag, 9. Oktober 2026, kommt es in Deutschland zu einer deutlichen Entspannung. Die Windeinspeisung steigt auf rund 40 GW, zusätzlich werden etwa 7 GW PV Einspeisung erwartet. Der deutsche Baseload fällt dadurch auf 78,58 EUR/MWh und liegt damit erstmals seit längerer Zeit wieder deutlich unter dem bisherigen hohen Preisniveau. Die Preise bewegen sich zwischen 0,08 und 166,56 EUR/MWh. Negative Viertelstundenpreise treten morgen nicht auf.

Gleichzeitig sinken die Temperaturen rund 1,5 Grad unter das saisonale Normalniveau, wodurch der dämpfende Effekt der hohen erneuerbaren Erzeugung teilweise kompensiert wird. In Österreich führen erwartete Niederschläge bislang nicht zu einer Entspannung der Spotpreise. Der Baseload bleibt mit 196,49 EUR/MWh außergewöhnlich hoch und reicht von 125,02 bis 266,53 EUR/MWh. Damit zeigt sich erneut die deutliche Divergenz zwischen Deutschland und Österreich.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 78,58 EUR/MWh
• Österreich: 196,49 EUR/MWh