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Der Handelstag
Unsicherheit nimmt wieder zu
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
07.10.2026

Terminmarkt

Der Stromterminmarkt dreht nach dem Vormittagsabverkauf deutlich nach oben. Der Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE notiert aktuell bei 133,58 EUR/MWh und konnte sich nach einer Bodenbildung knapp oberhalb von 133 EUR/MWh deutlich erholen. Im Tagesverlauf wurde mit 135,00 EUR/MWh die wichtige Marke von 135 EUR/MWh erreicht. Oberhalb von 134,80 EUR/MWh bleibt das kurzfristige technische Momentum positiv. Gas dominiert weiterhin die Preisbildung, sodass der Strommarkt trotz der hohen Volatilität grundsätzlich gut unterstützt bleibt.

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt nimmt die Unsicherheit wieder zu. Der Lieferjahrgang 2027 notiert bei 62,35 EUR/MWh, nachdem im Tagesverlauf bereits 63,00 EUR/MWh erreicht wurden. Unterstützend wirken geringere norwegische Lieferungen als ursprünglich nominiert. Gleichzeitig bleibt der Konflikt zwischen Iran und den USA ungelöst, während wiederholt Angriffe auf Schiffe in der Region gemeldet werden. Dies hält insbesondere die kurzfristigen Gasprodukte unter Druck. Der Frontmonat liegt bei 76,56 EUR/MWh. Für die weitere Preisentwicklung am kurzen Ende werden nun vor allem die Temperatur und die Wetterprognosen entscheidend. Eine erneute Verschärfung der geopolitischen Lage könnte die Risikoprämie kurzfristig weiter erhöhen.

CO₂

Der EUA Dez 26 Kontrakt bleibt abwartend und notiert aktuell bei rund 80,11 EUR/t. Der Markt wartet weiterhin auf neue Impulse. Fundamental gehen viele Marktteilnehmer weiterhin von einem Aufwärtstrend aus, während auf politischer Ebene eher eine Lockerung der bisherigen Rahmenbedingungen erwartet wird. Kurzfristig bleibt CO₂ damit richtungslos.

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt für morgen, Donnerstag, 8. Oktober 2026, fällt der deutsche Day-Ahead-Preis deutlich um rund 27 Prozent. Der Baseload liegt bei 139,35 EUR/MWh und bewegt sich zwischen 95,59 und 204,40 EUR/MWh. Ursache ist die inzwischen deutlich zunehmende Windeinspeisung. Eine noch stärkere Entspannung zeichnet sich ab Freitag ab. Ein Tiefdruckgebiet soll die Windleistung auf rund 40 GW am Freitag und bis zu 47 GW am Samstag erhöhen. Damit dürfte der Spotmarkt in den kommenden Tagen deutlich stärker unter Druck geraten. In Österreich bleibt das Preisniveau mit 188,88 EUR/MWh deutlich höher. Die Preisspanne reicht dort von 134,83 bis 274,51 EUR/MWh. Negative Viertelstundenpreise treten morgen nicht auf. 

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 139,35 EUR/MWh
• Österreich: 188,88 EUR/MWh